Geht Vanek, oder bleibt er in Graz?
Erste Bewegung im Geld-Streit in der NHL, die Klubbesitzer bieten jetzt eine 50:50-Lösung an. Die 99ers planen aber vorerst weiter mit ihrem Star Thomas Vanek. Goalie Brückler heuert bei den Salzburgern an.

Foto © GEPAThomas Vanek
In den auch als "Lockout" bekannten Tarifstreit in der NHL kommt jetzt Bewegung. Nachdem sich Klubbesitzer und Spielergewerkschaft monatelang quasi regungslos gegenübergestanden sind und sich nicht auf eine neue Aufteilung der Einnahmen einigen konnten, haben jetzt die Teambesitzer einen ersten Schritt gemacht. Bei einem Treffen hat NHL-Boss Gary Bettman eine 50:50-Lösung vorgeschlagen. Damit ginge je eine Hälfte der jährlichen Gesamteinnahmen von rund 3,3 Milliarden Dollar (2,54 Milliarden Euro) an die Klubs und an die Spieler.
Starttermin 2. November?
Bisher wollte die NHL den über 700 ausgesperrten Profis 48 Prozent der Gelder zukommen lassen. Die Cracks wollten ihre Einnahmen hingegen nur von zuvor 57 auf 53,2 Prozent reduzieren. Bei einer Einigung könnte die NHL-Saison schon am 2. November beginnen und es könnten auch alle 82 Runden im Grunddurchgang absolviert werden.
Steht die NHL-Spielpause damit vor dem Ende? Dann würde Thomas Vanek seine Zelte in Graz schon bald abbrechen. Noch bleibt man bei den 99ers aber gelassen. "Ich habe mit Thomas gesprochen und er will es nicht überbewerten. Er rechnet weiter damit, dass er erst Anfang November in der Länderspiel-Pause nach Buffalo fliegt. Ein früherer Rückflug wurde noch nicht gebucht", versichert 99ers-Geschäftsführer Bernd Vollmann.
Er geht auch fix davon aus, dass Vanek an diesem Wochenende wie geplant für die Grazer spielt. "Er klang nicht so, als würde er mit einer baldigen Einigung rechnen." Sollte es die aber doch geben, könnte alles ganz rasch gehen. Das stellte auch Tyler Myers beim KAC fest: "Sobald es eine Einigung gibt, bin ich weg!"
Features
Brückler wird Bulle
Der seit zwei Monaten vereinslose Torhüter Bernd Brückler hat einen neuen Arbeitgeber. Er soll am Donnerstag einen Vertrag bis Saisonende in Salzburg unterschreiben und damit nach zwölf Jahren ein Österreich-Comeback geben. Der 31-jährige Grazer hat 1999/2000 für die 99ers in der Nationalliga gespielt, danach war er in Nordamerika, Finnland und Russland im Einsatz. Zuletzt wurde er von KHL-Klub Nowosibirsk entlassen. In Salzburg dürfte man mit Ex-NHL-Goalie Alex Auld (nur 89,4 Prozent Fangquote) nicht ganz zufrieden sein.













