Sturm auf 99ers-Karten
Warum hat Thomas Vanek gleich drei Penalties vergeben? Die Fans halten natürlich weiter zu ihm, der Run auf Karten geht weiter. Am Freitag ist Meister Linz zu Gast im Liebenauer Bunker.

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Kein Wunder, dass Innsbruck-Keeper Patrick Machreich nach dem 4:2-Erfolg der Tiroler über den haushohen Favoriten Graz vom Spiel seines Lebens sprach. Konnte der 32-Jährige doch gleich ein halbes Dutzend hochkarätiger Chancen von 99ers-Publikumsmagnet Thomas Vanek an diesem Abend vereiteln. Auch mit einem Penalty ist der berühmte NHL-Mann an Machreich gescheitert. "Für mich ist das wie ein Ritterschlag", strahlte Machreich.
Interview
"Es gibt Tage, da geht einfach nichts rein. Das ärgert mich natürlich fürchterlich, passiert aber leider immer wieder", ließ Vanek wissen, "ich stecke das aber weg, es sollte mich auch nicht weiter beschäftigen."
Auch Vanek-Manager Herwig Straka hat keine Bedenken, dass die große Anzahl an vergebenen Chancen bzw. das Scheitern mit dem Penalty einen Knacks bei Vanek verursacht haben könnte. "Das Innsbrucker Tor war wirklich wie zugenagelt", so Straka.
Bei seiner 99ers-Premiere am Freitag gegen Zagreb hatte Vanek bereits zwei Penalties vergeben, hinterlassen drei verlorene Mann-gegen-Tormann-Duelle wirklich keine Spuren? Kleine-Zeitung-Analytiker Peter Znenahlik sieht das nicht ganz so einfach: "Thomas hatte in den ersten beiden Spielen viel Druck, er kennt die Erwartungen der 99ers-Fans und hört die Vanek-Sprechchöre von den Rängen. Da kann man drei vergebene Penalties nicht ganz so locker wegstecken. Ich glaube schon, dass Thomas jetzt beginnt, nachzudenken", sieht es der 93-fache Teamspieler.
Znenahlik weiters: "Ihm fehlt auch noch das nötige Selbstvertrauen. Man darf nicht vergessen, dass er sechs Monate nicht gespielt hat, er noch seinen Rhythmus sucht." Was der Ex-Profi noch los werden möchte: "Einen Penalty zu verwerten ist wirklich sehr, sehr schwer. Egal ob man aus der berühmten NHL oder einer anderen Liga kommt. Das weiß ich aus meiner aktiven Zeit nur zu gut."
Was man bei den 99ers nach den ersten beiden Vanek-Spielen ganz sicher weiß: Der Run auf die Tickets für die nächsten Heimspiele ging auch am Montag ungebremst weiter. So gibt es zum Beispiel für den Hit gegen den KAC am 2. November nur noch Karten an der Abendkasse ...














