Vanek nimmt 99ers-Pleite auf sich
Thomas Vanek war nach der 2:4-Niederlage gegen Innsbruck sehr selbstkritisch. Er vergab seinen dritten Penalty. Beim VSV gab Michael Grabner ein erfolgreiches "Debüt" gegen Dornbirn, der KAC besiegte Linz.

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Das Unmögliche ist passiert: Innsbruck, der Prügelknabe der Erste-Eishockey-Liga, feierte mit dem 4:2-Erfolg in Graz seinen ersten Saisonsieg. Mit einem einzigen Punkt aus neun Partien und einem Torverhältnis von 19:46 waren die Tiroler nach Liebenau gekommen. Kein Wunder, dass die Wettbüros für einen Innsbruck-Sieg das Neunfache des Wetteinsatzes auszahlen wollten. Was beim Blick auf die Tabelle allerdings nicht zu erkennen war: Die Gäste hatten in dieser Saison fünf Spiele mit nur einem Tor Differenz verloren. Und mit der Verpflichtung von NHL-Crack Andreas Nödl kamen neuer Schwung und neue Hoffnung in die Innsbrucker Reihen.
Gescheitert sind die Grazer vor 4000 Fans aber nicht am Carolina-Hurricans-Legionär, Torhüter Patrick Machreich verdiente sich am Sonntag das Attribut "Hexer". Der Ex-99ers-Keeper hat an diesem Abend die Grazer Stürmer zur Verzweiflung gebracht. Allen voran Thomas Vanek. Der NHL-Star hämmerte den Puck zehn Mal auf das Gehäuse des Innsbrucker Keepers - ohne Erfolg. Auch bei einem Penalty beim Stand von 1:1 in der 35. Minute zog Vanek gegen seinen Jugendfreund Machreich den Kürzeren. Der Grazer und Machreich spielten einst gemeinsam bei Zell am See. Besonders bitter für Vanek: Er hatte bereits am Freitag gegen Zagreb zwei Penaltys vergeben.
"Die Niederlage geht großteils auf mich. Ich hatte zahlreiche Chancen. Ich hätte Tore machen müssen, auch wenn Patrick wirklich großartig gehalten hat", war Vanek nach dem Spiel sehr selbstkritisch. Die Fans können ihr Idol persönlich trösten. Bei Intersport Eybl im Center West gibt es am Mittwoch ab 17 Uhr eine Autogrammstunde. Da kann man neben Vanek die gesamte 99ers-Mannschaft antreffen.
Tabellenführer Villach besiegte erstmals mit NHL-Topmann Michael Grabner Aufsteiger Dornbirn 4:3. Grabner belohnte die 4400 Fans in Villach mit einem Treffer in Unterzahl sowie dem entscheidenden Assist zum Siegestreffer durch Petrik.
Nicht nur in Graz, auch in Salzburg gab es eine Riesensensation: Die "Bullen" gingen gegen Fehervar mit 5:6 in die Knie.
Features
EBEL-Runde 10
- 99ers - Innsbruck 2:4 (1:1,0:0,1:3)
- VSV - Dornbirn 4:3 (2:0,0:1,2:2)
- KAC - Linz 4:1 (1:0,0:0,3:1)
- Capitals - Zagreb 2:0 (1:0,1:0,0:0)
- Salzburg - Fehervar 5:6 (1:2,2:3,2:1)
- Znaim - Laibach 3:5 (0:0,2:4,1:1)
Zum Thema
Fotoserie
Fakten zum Spiel
Moser Medical Graz 99ers - HC TWK Innsbruck 2:4 (1:1,0:0,1:3).
Graz, Eishalle Liebenau, 4.000, SR Gebei/Polesnik.
Tore:
Ganahl (2.), van Ballegooie (57.) bzw. Höller (8.), Lemieux (43.), Fox (49.), Bartlett (60./empty net).
Strafminuten:
15 bzw. 17.
Grabner gegen Nödl
Das NHL-Trio Thomas Vanek, Michael Grabner und Andreas Nödl sorgt für ausverkaufte Eishallen in ganz Österreich. Am Freitag stehen die großen Drei das nächste Mal auf heimischem Eis - und es gibt das nächste direkte Duell: Nödl mit Innsbruck gegen Villach mit Grabner. Vanek tritt mit den Graz 99ers im "Bunker" in Liebenau gegen Meister Linz an (Anpfiff jeweils 19.15 Uhr) - 300 Restkarten sind noch an der Abendkasse erhältlich.














