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Zuletzt aktualisiert: 06.09.2012 um 21:09 UhrKommentare

Mit mehr Routine zurück ins Play-off

Die Graz 99ers träumen davon, endlich eine Play-off-Serie als Sieger zu beenden. Nur wenn alles ideal läuft, ist das möglich.

Guillaume Lefebvre und seine Kollegen stehen wieder im Rampenlicht

Foto © GEPAGuillaume Lefebvre und seine Kollegen stehen wieder im Rampenlicht

Die abgelaufene Saison war bei den 99ers eine zwiespältige. Man hat das Play-off verpasst, wenn auch nur hauchdünn um einen Punkt. Es folgte auch wieder ein Totalumbau mit 15 Abgängen, die von elf Neuen plus einigen Jungspunden aus dem Nachwuchs ersetzt wurden. Doch der Umbau war diesmal kein geplanter, da man den Großteil der Mannschaft eigentlich halten wollte, aber gegen Finanzgrößen wie die Capitals und den KAC den Kürzeren zog.

Spielerisch konnten die Grazer unter Coach Mario Richer phasenweise durchaus überzeugen, vor allem nach Weihnachten, als man eine Zeit lang das beste Team der Liga war. Nur im entscheidenden Augenblick versagten wieder einmal die Nerven. Genau hier haben die Verantwortlichen angesetzt und mit Greg Day, Bob Wren und Andy Delmore drei äußerst erfahrene Leute geholt. Sie sollen in kritischen Momenten Halt geben. Von diesen drei Herren wird viel abhängen, denn sie besetzen Schlüsselpositionen.

Oldie-Trio

Wren und Day als Spielmacher, der NHL-erfahrene Delmore als Abwehrchef, der auch das zahnlose Powerplay beleben soll. Das Trio ist aber schon 35 (Day, Delmore) bzw. fast 38 (Wren) Jahre alt. Nur wenn sie nochmals einen Frühling erleben, kann Graz das Saisonziel erreichen. Das lautet Play-off, Trainer Richer wünscht sich darüber hinaus das erstmalige Gewinnen einer Play-off-Serie.

Dafür muss vieles ideal verlaufen - nicht nur bei den drei Routiniers. Das propagierte harte Körperspiel muss intelligent aufgezogen werden und darf keine allzu wilde Strafenflut nach sich ziehen. Auch muss konsequent mit vier Linien gespielt werden, damit die Schlüsselspieler nicht wie im Vorjahr im entscheidenden Moment ausgebrannt sind.

Das heißt, dass auch die Jungen zum Einsatz kommen müssen. Was nur positiv wäre, denn darauf wartet Graz schon lange. Mit den Spitzenteams werden die 99ers dennoch nicht ganz mithalten können, ein unangenehmer Gegner sollten sie aber sein.

ALEXANDER NIGGAS

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