Für die 99ers beginnt der Urlaub
Aus der Viertelfinal-Traum! Trotz 1:0-Führung verloren die 99ers gegen den VSV. Zwei Villacher Tore aus dem Nichts im Schlussdrittel brachten die Capitals ins Play-off.
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Man ist versucht zu sagen: typisch Graz. Die 99ers hätten in Villach alles in der Hand gehabt. Bereits ein Punkt hätte gereicht, um das Play-off-Ticket zu lösen. Und die Steirer gingen auch voll motiviert in das Match, übernahmen gleich das Kommando. Bereits in der 3. Minute klopfte Lysak mit einem Stangenschuss erstmals am Tor von VSV-Goalie Starkbaum an.
Viertelfinale (best of seven):
Black Wings Linz - Vienna Capitals
Medvescak Zagreb - HC Znojmo
Fehervar - Olimpija Ljubljana
Red Bull Salzburg - KAC
Lysak war es dann auch, der bei einem Konter ganz allein auf Starkbaum zulief, aber an dem Torhüter scheiterte (13.). Ganahl machte es nur Augenblicke später aber besser, setzte sich gegen zwei Mann durch und netzte zum 1:0 aus Grazer Sicht ein. Bis hierhin war die Welt der 99ers voll in Ordnung – sie standen schon mit einem Bein im Viertelfinale. Doch dann fingen die Schiedsrichter an, kleinlich zu pfeifen und schickten drei Grazer auf die Strafbank. In einem der daraus folgenden Überzahlspiele gelang Damon mit einem verdeckten Distanzschuss der Ausgleich. Cloutier war chancenlos.
Falsche Taktik
Der Mittelabschnitt verlief eher ereignisarm. Dahlman (22.) und Blatny (24.) hatten gute Chancen, hinten überstanden die Steirer drei Unterzahlspiele, davon 25 Sekunden drei gegen fünf. Im Schlussdrittel begannen die Nerven bei den 99ers aber wieder einmal zu flattern.
Stockfehler und Fehlpässe häuften sich, alles wirkte verkrampft. Vor allem wurde kaum mehr Druck nach vorne gemacht. Man hatte fast den Eindruck, als wollten die Grazer das 1:1 (das ja für den Aufstieg gereicht hätte) tatsächlich über die Zeit bringen. Im Eishockey ist das aber quasi ein Ding der Unmöglichkeit.
"Taktik" gescheitert
Und so scheiterte diese "Taktik" auch relativ schnell. In der 46. Minute kreisten die Villacher um das Tor von Cloutier, die Scheibe wurde nicht weggebracht und plötzlich schlenzte Unterluggauer von der blauen Linie an Freund und Feind vorbei in die Maschen. Cloutier war die Sicht komplett verstellt.
Zum Drüberstreuen versetzte ausgerechnet Verteidiger Bacher mit einem Haken zum 3:1 (49.) den 99ers den Todesstoß – es war das zweite Saisontor eines Mannes, der nicht gerade als Filigrantechniker gilt. Graz konnte nicht mehr zusetzen, Wien freute es.
Features
Ergebnis
Qualifikationsrunde (10. und letzte Runde):
VSV - Graz 99ers 3:1 (1:1,0:0,2:0). Villach, 4.235, SR Aicher/Hascher
Tore: Damon (18./PP), Unterluggauer (46.), Bacher (49.) bzw. Ganahl (13.)
Strafminuten: 18 bzw. 20.
Fotoserie
Spieltermine: Viertelfinale
19.2. (17.30 Uhr), 21.2. (19.15), 23.2. (19.15), 26.2.(17.30). Falls nötig: 28.2. (19.15), 1.3. (19.15), 4.3. (17.30)
Erstgenannte Mannschaft hat in den ersten, dritten und falls nötigfünften und siebenten Spielen Heimvorteil.


















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