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Zuletzt aktualisiert: 05.09.2011 um 16:49 UhrKommentare

Die Jagd kann beginnen

Am Wochenende beginnt die neue Saison in der Erste Bank Eishockey Liga. Der KAC und die Capitals aus Wien gelten als stärkste Konkurrenten des amtierenden Meisters Red Bull Salzburg.

Foto © GEPA

Mit rund 1,1 Mio. Besuchern in den Hallen und einer Meisterschaft, die erst in der Nachspielzeit des siebenten Finalspiels entschieden worden ist, hat die Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) in der vergangenen Saison für einen Rekordansturm und Spannung gesorgt. Am Freitag beginnt die Jagd auf auf Titelverteidiger Red Bull Salzburg, der in erster Linie von Vizemeister KAC und den Vienna Capitals herausgefordert wird. Mit der Aufnahme des tschechischen Clubs HC Znojmo (Znaim) ist die Liga noch internationaler geworden, elf Clubs aus fünf Ländern nehmen an der EBEL teil.

Die Aufnahme von Znojmo hat eine Modus-Änderung mit sich gebracht. Gespielt werden zunächst zwei Hin- und Rückrunden (40 Spiele bis 20. Jänner 2012), danach eine Zwischenrunde mit einer Platzierungsrunde (Top-6) und einer Qualifikationsrunde (Plätze 7 bis 11), aus der sich zwei Mannschaften für das Viertelfinale (ab 19. Februar) qualifizieren. Frühestens am 29. März nach 298 Spielen oder spätestens am 5. April nach 319 Partien steht der Meister fest.

Erwartet wird, dass der aus dem Trio RB Salzburg, KAC oder Vienna Capitals kommt. Salzburg, das zum Auftakt in Klagenfurt gastiert, hat in der Vorbereitung mit Erfolgen über den schwedischen und den deutschen Meister bei der European Trophy für Schlagzeilen gesorgt. Trainer Pierre Page kann auf 14 Legionäre zurückgreifen, hat aber einige Leistungsträger verloren. Torhüter Reinhard Divis ist zu den Caps abgewandert, Verteidiger Andre Lakos zu den Kölner Haien, Marco Pewal nach Villach heimgekehrt. Österreichs besten Center Thomas Koch, der im Finale Salzburg zum Sieg geschossen hat, ist zu seinem Stammclub KAC zurückgegangen; mit Koch und Ryan Duncan haben die Roten Bullen ihre zwei besten Scorer verloren.

Page ist zuversichtlich

Dennoch ist Page zuversichtlich, nicht zuletzt aufgrund der internationalen Erfolge. "Die Ergebnisse zeigen, dass wir Fortschritte gemacht haben. Im Dezember (Anm.: beim Finalturnier Red Bull Salute) haben wir die nächste Chance zu zeigen, dass unsere Liga besser geworden ist", erklärte Page, dessen Rote Bullen seit 2006 stets im Finale gestanden sind und vier der jüngsten fünf Endspielserien für sich entschieden haben.

Der KAC will auf einem anderen Weg zu seinem 30. Titel. Der Rekordmeister aus Klagenfurt setzt auf seine gute Nachwuchsarbeit und geht mit nur sechs Legionären und damit den wenigsten Fremdarbeitern in die Saison. "Unser Ziel ist der Titel, aber wir wissen, wie stark die Liga ist", erklärte KAC-Coach Manny Viveiros, der vielleicht auch bald als Teamchef und damit in Doppelfunktion arbeiten wird.

Die Caps wollen in der ausgebauten Halle in Kagran ebenfalls durchstarten. Seit dem einzigen Meistertitel 2005 haben die Wiener das Finale stets verpasst, Starcoach Tommy Samuelsson soll es nun richten. Samuelsson hat in seiner Heimat Färjestads zum schwedischen Meister geführt. Mit Divis hat er den wohl besten österreichischen Torhüter als neuen Rückhalt, Ziel der Kaderplanung war aber auch mehr Tiefe hinter der Top-Linie Fortier-Gratton-Rotter, der produktivsten der vergangenen Saison. "Die Capitals haben in den vergangenen zwei Jahren das Finale fast erreicht, wir wollen jetzt den nächsten Schritt machen und das letzte Spiel gewinnen", gab Samuelsson den Titel als Ziel aus.

Pewal ist der neue Chef-Adler

Der VSV hat sich mit Pewal verstärkt und ihn gleich zum Kapitän gemacht. Im Vorjahr standen die Villacher im Halbfinale. Dorthin wollen auch die Black Wings aus Linz und die Graz 99ers hin. Die Linzer, 2010 noch im Finale, haben die Mannschaft nach einer enttäuschenden Saison umgebaut, Rob Daum als neuen Trainer und 13 neue Spieler geholt. In der Vorbereitung machten die Linzer einen starken Eindruck. "Wir haben schon gezeigt, was als Außenseiter möglich ist", sagte Kapitän Philipp Lukas. Auch Graz hat das Team umgebaut, einen neuen Trainer (Mario Richer folgte Bill Gilligan) und 13 neue Spieler.

Da die Halle in Wien auf ein Fassungsvermögen von 7.000 Zuschauern ausgebaut worden ist und Zagreb sechs oder sieben Spiele in der großen Halle austragen will, hat sich die Liga eine weitere Steigerung der Zuschauerzahlen zum Ziel gesetzt.


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