Die Saison ist für Iberer gelaufen
Kein Comeback in den Play-offs. Flo Iberer ist nach seiner Herzmuskelentzündung noch nicht völlig geheilt, das Risiko wäre zu groß. Ärger über die Schiris.

Foto © GEPAPech für Flo Iberer
Seit Mittwoch ist es traurige Gewissheit: Florian Iberer kann nach der Diagnose Herzmuskelentzündung Anfang Dezember in der laufenden Saison nicht mehr aufs Eis zurückkehren. Laut medizinischen Gutachten gab es zwar eine Besserung, völlig ausgeheilt ist die Krankheit aber noch nicht. Deshalb wäre das Risiko zu groß, der 28-jährige Grazer wird erst in der Vorbereitungsphase zur nächsten Saison ein Comeback versuchen.
"Wir sind alle enttäuscht, aber die Gesundheit geht vor. Wir werden alles versuchen, Flo bis zu seiner sportlichen Rückkehr auf andere Weise ins Team und den Klub zu integrieren", sagt ein ernüchterter 99ers-Geschäftsführer Michael Feiertag.
"Es hat sich abgezeichnet"
Iberer selbst wirkte angesichts der schlechten Nachricht gefasst: "Ich hatte ja lange Zeit, mich auf diesen Fall vorzubereiten. Es hat sich abgezeichnet, dass es in dieser Saison nichts mehr wird. Wenn ich noch länger pausiere, haben mir die Ärzte völlige Genesung in Aussicht gestellt. Sonst hätte ich auch so ein Comeback versucht. Aber es gibt ja noch ein Leben nach dem Eishockey, an das man denken sollte. Schade, ich hab mich schon sehr aufs Eis gefreut."
Der Verteidiger, der auch noch für die nächste Saison einen 99ers-Vertrag hat, will aber trotzdem helfen. "Eislaufen darf ich ja, also unterstütze ich die Coaches im Training wo ich kann. Die Mannschaft gibt mir das Gefühl, dass ich weiter ein Teil von ihr bin. Das hilft mir sehr", sagt Flo, der hofft: "Ich denke, wir sind auch nächste Saison ein Topteam. Dann kann ich die Erfolge nachholen, bei denen ich jetzt nicht dabei sein kann."
Ersatz möglich
Ob ein Ersatz für Iberer geholt wird, ist noch völlig offen. "Bis 31. Jänner haben wir Zeit. Jetzt schauen wir einmal, wann die anderen Verletzten wie Jarrett oder Patrick Harand wieder fit werden", lässt Geschäftsführer Feiertag wissen. Den beschäftigt allerdings auch, wie hart es in Salzburg wieder zur Sache ging.
Anzeigen gegen Siklenka (brutaler Check gegen Healey) und Pewal (schlug Day ins Gesicht) wird es keine geben, aber "wir fordern Verband und Schiedsrichter auf, zu ihren Vorsätzen zu stehen. Vor den Play-offs wird scheinbar die Jagd auf unsere Spitzenspieler eröffnet, das muss konsequent unterbunden werden. Noch ist keiner verletzt, aber wenn es so weitergeht, wird das nicht ausbleiben. Das hat nichts mit der Niederlage in Salzburg zu tun. Die war verdient, weil wir Topchancen ungenutzt ließen."

















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