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Zuletzt aktualisiert: 14.10.2009 um 23:36 UhrKommentare

Die Adler sind im Anflug, im Gepäck eine "Abrissbirne"

Die 99ers greifen gegen den VSV sogar nach der Tabellenführung - da muss der Bunker beben. Mit Villach kommt "Highlander" Kiel McLeod (10 Tore, zwei Meter, 110 Kilo).

Kiel McLeod

Foto © GEPAKiel McLeod

Nach dem unerwarteten 5:3-Auswärtserfolg in Wien steht wieder ein großer Schlager auf dem 99ers-Programm. Die Villacher Adler sind das nächste Team, das versucht, die bisher uneinnehmbare Bunker-Festung zu stürmen. In den letzten sechs Heimspielen ist das noch keinem Gegner gelungen, das Torverhältnis in diesen Partien (28:11 für die 99ers) spricht eigentlich Bände.

Der VSV hat aber einen richtigen Rammbock für den Angriff auf den Bunker in seinen Reihen - Kiel McLeod, den die Villacher Fans nur den "Highlander" nennen. Der Mann mit dem Charme einer Abrissbirne ist zwei Meter groß, wiegt 110 kg und trägt die Nummer 71. Bisher hat er schon zehn Tore und sieben Assists für die Adler verbucht und 54 Minuten auf diversen Strafbänken abgesessen. Diesen Riesen, der nicht nur aufgrund der dezenten Totenkopf-Tätowierungen auf den Handrücken durchaus das Prädikat furchterregend verdient, gilt es zu stoppen. Keine einfache Aufgabe. Das weiß auch 99ers-Kapitän Harry Lange, den rein optisch aber nur die Rückennummer 71 mit dem VSV-Kanadier verbindet. "Wenn man uns nebeneinander stellt, ist es schwer uns auseinander zu halten. Fast wie Brüder", grinst der nur 1,74 m große Lange beim Gedanken an McLeod.

Bitte nicht an der Bande

"Wenn er einmal Fahrt aufgenommen hat, ist so einer kaum zu bremsen. Wir müssen eben verhindern, dass er überhaupt Fahrt aufnimmt", sagt Lange und gibt zu: "Angst haben wir keine vor ihm, aber an der Bande muss er mich nicht unbedingt erwischen. Zum Glück bin ich etwas wendiger als er, da kann ich eigentlich immer ausweichen." Den aktuellen Lauf der 99ers, die in den letzten neun Partien 17 von 18 möglichen Punkten geholt haben, erklärt Lange so: "Die Favoriten haben noch Probleme, teils auch mit Verletzungen, während es bei uns schon ganz gut läuft." Man beachte das "ganz gut" - aber Bescheidenheit ist ja eine Zier.

Gerade in der Defensive ortet der 25-jährige Kapitän eine klare Verbesserung: "Vor allem Weinhandl hat uns alle überrascht. Aber wir müssen auf dem Boden bleiben. Uns ist durchaus klar, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Wir haben ein paar Spiele gewonnen, obwohl wir nicht das stärkere Team waren." Allerdings hat man etwa das erste Duell mit dem VSV als bessere Mannschaft verloren. Da ist also noch eine Rechnung offen. "Wir werden alles geben und hoffen natürlich, dass der Bunker bei so einem Schlager randvoll ist", so Lange.

ALEXANDER NIGGAS

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