Iberer vs. Iberer: Ein Bruderduell um die Rolle des Chefkochs
Die 99ers müssen heute (19.15 Uhr) nach Linz. Dabei trifft Graz-Verteidiger Flo Iberer erstmals als Gegner auf Bruder Matthias.

Foto © GEPAFlo Iberer
Das heutige 99ers-Gastspiel in Linz ist für Florian Iberer gleich in mehrfacher Hinsicht ein besonderes. Zunächst einmal trifft er auf seinen Ex-Klub, mit dem er in der Vorsaison noch im Halbfinale gestanden hat. Dann muss er erstmals in seiner Karriere als Gegner gegen einen seiner Brüder antreten - Matthias Iberer stürmt ja für Linz. Und schließlich geht es nicht nur um Punkte, sondern auch um eine Wette.
"Da es ja zum ersten Mal überhaupt ein familieninternes Eishockey-Duell um Punkte gibt, haben Matthias und ich gedacht, dass wir da was machen müssen", erzählt Graz-Heimkehrer Florian, "also haben wir um ein Abendessen gewettet. Um die Sache etwas schmerzvoller zu gestalten, gehen wir aber in kein Restaurant. Der Verlierer muss für den Sieger den Kochlöffel in Eigenregie schwingen."
Komisches Gefühl
Jetzt hofft der Grazer Iberer umso mehr auf einen Auswärtserfolg, "denn die Küche ist nach meinen USA-Aufenthalten zwar kein Neuland mehr für mich, Chefkoch bin ich aber keiner", grinst er. Und einen Berufswechsel strebt der 26-Jährige in naher Zukunft auch gar nicht an. Also soll Matthias aufkochen, "weil der das einfach besser kann."
Ein komisches Gefühl ist es für den "Flo" aber trotzdem, dem Bruder als Gegner gegenüberzustehen. "Das wird ein besonderes Spiel, auch weil ich selbst in Linz gute Zeiten gehabt habe." Von Brüderchen Matthias kommt allerdings bereits eine klare Ansage: "Schenken werden wir uns mit Sicherheit nichts."
Das hat aber ohnehin keiner vor. Denn dass es in Linz schwer wird, ist Florian Iberer auch so klar: "Mich überrascht ihr guter Start nicht. Kaum einer hatte die Wings auf der Rechnung, weil es bei ihnen in der Transferzeit eher ruhig war. Aber sie haben ein eingespieltes Team, der Angriff ist quasi unverändert, Westlund als starker Torhüter bekannt und die neu formierte Abwehr dürfte sich schnell gefunden haben."
Sein Rezept, um in Linz trotzdem zum Erfolg zu kommen: "In der Defensive müssen wir konsequent sein, das ist der Schlüssel zum Sieg. Nur gut, dass Fabian Weinhandl mit seinem Shutout gegen Jesenice viel Selbstvertrauen tanken konnte." Stichwort Jesenice - das klare 4:0 kommentiert Iberer so: "Wir haben es uns schwerer gemacht, als nötig. Der Sieg stand trotzdem nie in Frage. In den kommenden zwei Auswärtspartien wollen wir Werbung für die nächsten Heimspiele machen. Spätestens gegen den KAC muss die Halle voll sein."












