Linz bezwang zum Halbfinal-Auftakt Laibach
Die Black Wings Linz haben am Montag im EBEL-Halbfinale einen Auftaktsieg gefeiert.

Foto © GEPALaibach konnte die Linzer nicht aufhalten
Die Oberösterreicher, die
sich erst am Sonntag im Entscheidungsspiel gegen Jesenice den
Verbleib im Play-off gesichert hatten, bezwangen Olimpija Laibach vor
eigenem Publikum mit 4:1 und liegen damit in der best-of-seven-Serie
mit 1:0 in Führung.
Tormann-Spekualtionen. Ausgerechnet einen Tag, nachdem über einen Transfer von
Laibach-Goalie Alex Westlund zu Linz in den Medien spekuliert worden
war, präsentierte sich Linz-Goalie Jürgen Penker in Hochform. Der
Schlussmann der Linzer entschärfte 34 Schüsse der Slowenen und hatte
somit maßgeblichen Anteil am vierten Saisonsieg der Linzer gegen
Laibach im fünften Spiel.
Penaltykilling-Team. Gleich im ersten Abschnitt stellten die Black Wings unter Beweis,
warum sie in der Statistik als bestes Penaltykilling-Team der Liga
aufscheinen. Die Linzer überstanden zweimal ein 5:3-Überzahlspiel der
Slowenen ohne eine nennenswerte Chance zuzulassen. Ausgerechnet in
Unterzahl hatte dann aber Ziga Pavlin den Führungstreffer für Laibach
auf dem Schläger, scheiterte jedoch alleine vor dem Tor am
überragenden Schlussmann Penker (15.). Auch auf der
gegenüberliegenden Seite vergab Gregor Baumgartner alleine vor Alex
Westlund, der seinen Schuss aus halblinker Position entschärfte.
Druck erhöht. Im zweiten Abschnitt erhöhten die Linzer den Druck. Die erste
Chance fanden aber die Slowenen vor. Penker parierte einen Schuss
unglücklich, begrub den Puck nach einem Abpraller freilich im letzten
Moment unter sich. In der 28. Minute standen die 3.000 Zuschauer in
der Linzer Eishalle dann zum ersten Mal Kopf: Viktor Ignatjevs
stellte seine Treffsicherheit unter Beweis und traf mit einem
herrlichen Schuss ins Kreuzeck zur nicht unverdienten Führung für die
Black Wings.
Chance genutzt. Fünf Minuten später musste der vermeintlich beste Tormann der Liga
den Puck ein zweites Mal aus dem Netz holen: Westlund war die Sicht
verstellt. Baumgartner nutzte die Chance und zog aus fünf Metern ab.
Starke Linie. Im letzten Abschnitt hätte die starke vierte Linie der Linzer um
Daniel Oberkofler und Matthias Iberer für die Vorentscheidung sorgen
müssen. Iberer setzte den Puck nach einem bis dahin herrlich
vorgetragenen Konter aber neben das Tor. Der nächste Gegenangriff
brachte die Linzer aber mit 3:0 in Front. Robert Shearer nahm sich
ein Herz und feuerte den Puck unhaltbar ins Netz.
Entladener Frust. Kurze Zeit später entlud sich der Frust der Laibacher nach einem
sicher parierten Schuss durch Penker. Es kam zu tumultartigen Szenen
auf dem Eis. Andrej Tavzeli, der im ersten Abschnitt den Puck
versehentlich mit voller Wucht gegen die Wange geknallt bekommen
hatte und behandelt werden musste, lieferte sich einen regelrechten
Faustkampf mit Matthias Iberer, dem er auch den Helm vom Kopf riss.
Mehr einzustecken hatte aber wohl der Laibach-Verteidiger, der mit
einer Platzwunde vom Eis lief. Für beide setzte es Ausschlüsse für
die restliche Spieldauer.
Aufholjagd. Die Slowenen verkürzten zwar in Unterzahl auf 1:3 und warfen noch
einmal alles nach vorne. Den letzten Treffer des Spiels erzielten
aber die Linzer mit einem empty-net-Goal durch Severson zum
4:1-Endstand.
Zufrieden. Penker zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: "Der Sieg tut sehr
gut. Wir wollten unbedingt gewinnen." Frust habe ihn aber nicht zu
seiner Höchstleistung getrieben: "Nein, ich war nicht sauer."
Features
Zweite Parite:
Fakten
EHC Liwest Linz - Olimpija Laibach 4:1 (0:0,2:0,2:1).
Linzer Eishalle,3.000, SR Berneker und Bogen
Tore: Ignatjevs (29.), Baumgartner (33.), Shearer (48.), Severson
(60.) bzw. Zupancic (55.)
Strafminuten: 23 + Spieldauer Iberer + 10 Severson bzw. 33 +
Spieldauer Tavzelj + 10 Groznik + 10 Mitchell
Stand in der best-of-seven-Serie: 1:0.
Foto

Kent Salfi holt zum Schuss ausFoto © GEPA












