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Zuletzt aktualisiert: 26.02.2008 um 22:34 Uhr

Linz bezwang zum Halbfinal-Auftakt Laibach

Die Black Wings Linz haben am Montag im EBEL-Halbfinale einen Auftaktsieg gefeiert.

Laibach konnte die Linzer nicht aufhalten

Foto © GEPALaibach konnte die Linzer nicht aufhalten

Die Oberösterreicher, die sich erst am Sonntag im Entscheidungsspiel gegen Jesenice den Verbleib im Play-off gesichert hatten, bezwangen Olimpija Laibach vor eigenem Publikum mit 4:1 und liegen damit in der best-of-seven-Serie mit 1:0 in Führung.

Tormann-Spekualtionen. Ausgerechnet einen Tag, nachdem über einen Transfer von Laibach-Goalie Alex Westlund zu Linz in den Medien spekuliert worden war, präsentierte sich Linz-Goalie Jürgen Penker in Hochform. Der Schlussmann der Linzer entschärfte 34 Schüsse der Slowenen und hatte somit maßgeblichen Anteil am vierten Saisonsieg der Linzer gegen Laibach im fünften Spiel.

Penaltykilling-Team. Gleich im ersten Abschnitt stellten die Black Wings unter Beweis, warum sie in der Statistik als bestes Penaltykilling-Team der Liga aufscheinen. Die Linzer überstanden zweimal ein 5:3-Überzahlspiel der Slowenen ohne eine nennenswerte Chance zuzulassen. Ausgerechnet in Unterzahl hatte dann aber Ziga Pavlin den Führungstreffer für Laibach auf dem Schläger, scheiterte jedoch alleine vor dem Tor am überragenden Schlussmann Penker (15.). Auch auf der gegenüberliegenden Seite vergab Gregor Baumgartner alleine vor Alex Westlund, der seinen Schuss aus halblinker Position entschärfte.

Druck erhöht. Im zweiten Abschnitt erhöhten die Linzer den Druck. Die erste Chance fanden aber die Slowenen vor. Penker parierte einen Schuss unglücklich, begrub den Puck nach einem Abpraller freilich im letzten Moment unter sich. In der 28. Minute standen die 3.000 Zuschauer in der Linzer Eishalle dann zum ersten Mal Kopf: Viktor Ignatjevs stellte seine Treffsicherheit unter Beweis und traf mit einem herrlichen Schuss ins Kreuzeck zur nicht unverdienten Führung für die Black Wings.

Chance genutzt. Fünf Minuten später musste der vermeintlich beste Tormann der Liga den Puck ein zweites Mal aus dem Netz holen: Westlund war die Sicht verstellt. Baumgartner nutzte die Chance und zog aus fünf Metern ab.

Starke Linie. Im letzten Abschnitt hätte die starke vierte Linie der Linzer um Daniel Oberkofler und Matthias Iberer für die Vorentscheidung sorgen müssen. Iberer setzte den Puck nach einem bis dahin herrlich vorgetragenen Konter aber neben das Tor. Der nächste Gegenangriff brachte die Linzer aber mit 3:0 in Front. Robert Shearer nahm sich ein Herz und feuerte den Puck unhaltbar ins Netz.

Entladener Frust. Kurze Zeit später entlud sich der Frust der Laibacher nach einem sicher parierten Schuss durch Penker. Es kam zu tumultartigen Szenen auf dem Eis. Andrej Tavzeli, der im ersten Abschnitt den Puck versehentlich mit voller Wucht gegen die Wange geknallt bekommen hatte und behandelt werden musste, lieferte sich einen regelrechten Faustkampf mit Matthias Iberer, dem er auch den Helm vom Kopf riss. Mehr einzustecken hatte aber wohl der Laibach-Verteidiger, der mit einer Platzwunde vom Eis lief. Für beide setzte es Ausschlüsse für die restliche Spieldauer.

Aufholjagd. Die Slowenen verkürzten zwar in Unterzahl auf 1:3 und warfen noch einmal alles nach vorne. Den letzten Treffer des Spiels erzielten aber die Linzer mit einem empty-net-Goal durch Severson zum 4:1-Endstand.

Zufrieden. Penker zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: "Der Sieg tut sehr gut. Wir wollten unbedingt gewinnen." Frust habe ihn aber nicht zu seiner Höchstleistung getrieben: "Nein, ich war nicht sauer."


Fakten

EHC Liwest Linz - Olimpija Laibach 4:1 (0:0,2:0,2:1). Linzer Eishalle,3.000, SR Berneker und Bogen
Tore: Ignatjevs (29.), Baumgartner (33.), Shearer (48.), Severson (60.) bzw. Zupancic (55.)
Strafminuten: 23 + Spieldauer Iberer + 10 Severson bzw. 33 + Spieldauer Tavzelj + 10 Groznik + 10 Mitchell
Stand in der best-of-seven-Serie: 1:0.

Foto

Foto © GEPA

Kent Salfi holt zum Schuss ausFoto © GEPA

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