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Zuletzt aktualisiert: 07.10.2007 um 06:21 Uhr

Hohenberger: "Glaube nicht, dass mir jemand böse ist"

Als Innsbrucker kehrt Villachs Eishockey-Urgestein Herbert Hohenberger heute (18) gegen den VSV in seine Heimatstadt zurück.

Herbert Hohenberger

Foto © GEPAHerbert Hohenberger

Herbert Hohenberger ohne blau-weißes Dress kann man sich gar nicht vorstellen. Selbst nicht, wenn Sie heute mit Ihrem neuen Team Innsbruck in Villach gastieren.
HERBERT HOHENBERGER: Es ist schon ein komisches Gefühl - ich komme als Gegner in meine Heimatstadt. Andererseits habe ich vor meinem Weggang festgestellt, dass die Gästekabinen modernisiert worden sind. Damit stand einem Wechsel nichts mehr im Weg (lacht).

Wie hat es der VSV aufgenommen, dass Sie Villach den Rücken gekehrt haben?
HOHENBERGER: Der Verein war sehr fair zu mir - außerdem machte ich zu dieser Zeit privat und der VSV finanziell schwere Zeit durch. Durch meinen Abgang habe ich eine gewisse Last vom VSV-Budget genommen und außerdem Abstand zu meinen privaten Sorgen in Villach bekommen.

Und die Fans?
HOHENBERGER: Ich glaube nicht, dass mir jemand böse ist. Ich habe für den VSV viel getan - wenn mich jemand beim Match aber unbedingt auspfeifen will, soll er es tun. Das ist das Recht eines Fans.

Andererseits spielen mit Ihnen in Innsbruck sechs weitere Kärntner - Heimweh wird da wohl keines aufkommen.
HOHENBERGER: Stimmt. Zwischen Gerhard Unterluggauer und mir sitzt der arme EX-KACler Harald Ofner und muss zwei Villacher neben sich ertragen. Scherz bei Seite, Ofner ist mir beim KAC nie aufgefallen - hier in Innsbruck blüht der richtig auf, ein unglaublich talentierter Bursche.

Gab es nach so langer Zeit beim VSV keine Anpassungsschwierigkeiten?
HOHENBERGER: Doch, die wollen mich hier in Innsbruck ärgern. Die ganze Kabine ist rot gestrichen. Im Ernst: Villach ist eine eingespielte Mannschaft, hier in Innsbruck haben wir zwölf neue Leute. Man spielt nicht von heute auf morgen perfekt zusammen, aber das wird schon - mir gefällt die Herausforderung.

Das klingt nicht nach einem baldigen Karriereende.
HOHENBERGER: Ich habe mein Spiel umgestellt - allein schon wegen der strengeren Regelauslegung. Meinen Zweijahresvertrag will ich auf jeden Fall erfüllen, dann bin ich 40 - wenn es mir danach noch immer Spaß macht, ist das Alter doch Nebensache.

Wie denken Sie über die Liga und die neue Punkteregelung?
HOHENBERGER: Mit Laibach als so starkes Team hat niemand gerechnet - die wiederholen das, was Jesenice im vergangenen Jahr gezeigt hat. Die Aufhebung der Ausländerbeschränkung halte ich für den völlig falschen Weg, der dem österreichischen Eishockey schadet.

Ihr Tipp für heute?
HOHENBERGER: Wir kommen, um in Villach zu gewinnen.

INTERVIEW: STEFAN JÄGER

6. Runde

Sonntag, 7. Oktober
Ab 18 Uhr:
EC VSV - HC TWK Innsbruck

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