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Zuletzt aktualisiert: 27.06.2007 um 23:09 Uhr

Thomas Pöck über Eishockey-Zukunft und Nationalteam

NHL-Spieler Thomas Pöck urlaubt gerade in Klagenfurt und spricht über seine Eishockey-Zukunft, Doping und das Nationalteam.

Thomas Pöck macht Urlaub zu Hause

Foto © APAThomas Pöck macht Urlaub zu Hause

Drei Wochen Urlaub in Kärnten - kannst du dich in der kurzen Zeit überhaupt entspannen?
Thomas Pöck: Meine Freundin Leanne ist auch mit - aber es gibt halt viele Termine und Verpflichtungen. Wir versuchen es.

Du hast deinen Vertrag bei den Rangers um zwei Jahre verlängert - wäre es nicht besser gewesen, zu einem schwächeren Verein zu wechseln und dort fix zu spielen?
Pöck: So etwas gibt es in der NHL nicht. Bis auf die Superstars muss jeder um sein Leiberl kämpfen. Außerdem hatte New York eine Option und mir wurde gesagt, dass man in der kommenden Saison auf mich setzen würde.

Von Lugano (Schweiz) gab es ja schon einmal ein sehr lukratives Angebot.
Pöck: Stimmt, ich hab mir das auch gründlich überlegt - aber jetzt mit dem neuen Vertrag ist das kein Thema mehr.

Wie schätzt du die Chancen für Setzinger und Lakos ein, sich in der NHL durchzusetzen?
Pöck: Ich kann ihnen nur den Tipp geben, die Zähne zusammenzubeißen, auch wenn es manchmal sehr hart wird. Und dann hängt es noch immer vom Willen des Trainers ab.

Vier Österreicher in der NHL und das Nationalteam ist trotzdem nur zweitklassig. Warum?
Pöck: Weil wir im Nationalteam immer versuchen, mit den großen Gegnern mitzuspielen. Das funktioniert nicht. Da musst du halt zur Not 25-mal einen unerlaubten Weitschuss machen. Schönes Spiel zählt da nicht. Dazu kommen noch die vielen Strafen - die werden in der Bundesliga halt nicht gepfiffen, international aber schon.

Und der Nachwuchs?
Pöck: Für den müsste man die besten Trainer verpflichten. Mein Vater plant ein Leistungsmodell in Kärnten, das genau das zum Ziel hat. Ich werde dabei kräftig mithelfen und jungen talentierten Kärntner beim Sprung nach Nordamerika helfen - wenn sie das wollen.

Stichwort: Doping.
Pöck: Wir werden drei Mal pro Saison getestet. Wer dopt, betrügt nicht nur sich selbst und die Fans, sondern auch seine Mitspieler. Ich glaube aber, dass die NHL relativ sauber ist.

INTERVIEW: STEFAN JÄGER

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