Eishockey-Chef arbeitete als Geheimdienstler
Die "längst vergessene Vergangenheit" holt den slowakischen Großunternehmer ein.
Der Präsident des Slowakischen
Eishockey-Verbandes, Juraj Siroky, hat in den Jahren 1979 bis 1990
für den kommunistischen Geheimdienst (STB) gearbeitet, darunter ab
1985 an der tschechoslowakischen Botschaft in Washington. Das geht
aus Dokumenten hervor, die das Institut für das Nationale Gedenken
(UPN) veröffentlicht hat, wie die Tageszeitung "Sme" am Mittwoch
berichtete. Siroky bestritt seine Arbeit für den STB nicht. Gegenüber
Medien erklärte er, seine STB-Tätigkeit sei "längst vergessene
Vergangenheit", er habe "nie gegen die Regeln des Anstands"
gehandelt.
Als Großunternehmer tätig. Siroky gehört heute zu den bedeutendsten Unternehmern des Landes.
Er leitete den Harvard Fonds in der Slowakei, in den 1990er Jahren
erwarb er große Anteile an der Tageszeitung "Pravda". Die Medien
vermuten, dass Siroky zu den größten Sponsoren der derzeit dominanten
Partei der Regierungskoalition, der sozialdemokratisch ausgerichteten
Smer (Richtung), gehört.












