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Graz

99ers schlugen sich in Linz selbst

Grazer verlieren 2:7. Zwei schwere Patzer im zweiten Drittel entscheiden die Partie.

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Wenigstens ein Grazer hatte in Linz Grund zur Freude. Jiri Hala erzielte in der dritten Minute sein erstes Tor seit mehr als einem Jahr. Die Linzer korrigierten die schnelle Grazer Führung aber gleich durch David und Gruber in eine 2:1-Führung. Knappe zwei Minuten vor der ersten Pausensirene mussten dann Jean-Francois David und Tony Iob nach einer Rauferei vorzeitig unter die Dusche. Iob fasste zwei plus zwei plus fünf Strafminuten plus eine Spieldauerdisziplinarstrafe aus, sein Linzer Kollege kam mit zwei Strafminuten weniger davon.

Schwere Abwehrfehler. Im zweiten Drittel gelang Kevin Kraxner zwar nach dem ersten Assist von Neuzugang Rob Hisey der Ausgleich, zwei schwere Abwehrfehler in der Schlussphase ließen das Match aber kippen. Zuerst traf Lukas im Powerplay der Grazer zum 3:2 - das siebente Unterzahl-Tor für die Cracks von Trainer Larry Sacharuk - dann erhöhte Purdie auf 4:2. Kapitän Tommy Jakobsen, der die Defensiv-Patzer eingestand, hatte eine einfache Erklärung: "Wir sind Menschen."

Hausherren hatten das Sagen. Damit war der Käse, wie es so schön heißt, gegessen. Der Schlussabschnitt gehörte ganz klar den Hausherren, die durch Baumgartner und Lukas auf 6:2 erhöhten, ehe Sacharuk Goalie Bernhard Bock in der 44. Minute "erlöste". Aber auch mit Claus Dalpiaz gelang die Wende nicht mehr. Im Gegenteil. Raimund Divis setzte mit dem 7:2 den Schlusspunkt. "Wir haben uns heute eigentlich selbst geschlagen. Wir waren in der Defensive schwach und sind meistens zu weit weg vom Mann gestanden", hatte Sacharuk gleich die Analyse für die Niederlage parat.