Eine Familien-Affäre
David Schuller (KAC) und Daniel Welser (Salzburg) sind mit den Schwestern Steffi und Ulli liiert. Im Play-off-Viertelfinale ab Sonntag sind sie erbitterte Gegner.

Foto © KKFamilie Welser (links) und Familie Schuller. Die beiden Damen sind Schwestern. Auf dem Eis geht es härter zur Sache
Sie fahren gemeinsam auf Urlaub, sie werden im April bzw. Juli Väter und sie lieben Schwestern. KAC-Crack David Schuller wird seiner Steffi, sie studierte Pflegewissenschaften, im Juni das Jawort geben, Salzburg-Spieler Daniel Welser heiratete im Sommer des Vorjahres seine Ulli. Sie ist Juristin, arbeitet bei der Insolvenz Kreditreform in Salzburg.
"Wir erwarten beide ein Mädchen und freuen uns schon total drauf", sagt Schuller. Welser kann es kaum mehr erwarten. "Nach der Hochzeit der nächste Höhepunkt in meinem Leben."
Das Familienglück war nach dem letzten Spiel zwischen Salzburg und KAC etwas getrübt. Der Auslöser: Schuller foulte Welser mit einem Kniecheck. Daraufhin musste der Salzburger verletzt vom Eis. "Es war überhaupt keine Absicht von mir. Aber die Spieldauerdisziplinarstrafe war in Ordnung, weil ich Daniel wirklich blöd am Knie getroffen habe", erinnert sich der gebürtige Steirer nicht gerne an diese Szene zurück. Zum Glück stellte sich die Verletzung von Welser als nicht so schlimm heraus. "Ich bin froh, dass der Daniel am Sonntag wieder spielen kann", zeigt sich Schuller erleichtert. Noch nicht ganz verdaut hat Welser die Aktion. "Ich hätte mir im Knie alles reißen können."
Kurze Zeit nach dem Foul herrschte Funkstille zwischen den beiden Eishacklern, aber zwei Tage später meldete sich Welser per SMS. "Der Haussegen hängt nicht schief", sagt Schuller, der sich Salzburg nicht als Viertelfinalgegner wünschte. Aber auch die Red Bulls wollten nicht auf die Rotjacken treffen. Schuller: "Als unsere Paarung feststand, war auf beiden Seiten eine gewisse Ohnmacht zu spüren."
Dieser Zustand hielt nur kurze Zeit an, denn durch den Trainerwechsel sind neue Gegebenheiten beim KAC eingekehrt. "Wir hatten noch keine Zeit, uns über Salzburg Gedanken zu machen. Da wir uns in den letzten Tagen selbst ordnen mussten."
Von Neo-Trainer Christian Weber zeigt sich Schuller angetan: "Er bringt frischen Wind, forciert das aggressive und körperbetonte Spiel." Mit hohem Tempo und mit vier Linien will der KAC speziell die Anfangsoffensive der Salzburger abfangen.
Beim KAC wurden die Verträge von Tyler Scofield, Tyler Spurgeon, John Lammers und Gregor Hager verlängert. Mit Rene Swette sind sich die Klagenfurter so gut wie einig.
















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