Graz 99ers: Die Favoritenrolle nicht erfüllt
Die Graz 99ers sind in die Qualifikationsrunde sehr gut gestartet, doch dann kam gegen Nachzügler Jesenice der Einbruch. Warum es dazu kam und was den Steirern fehlt - eine Analyse von Peter Znenahlik.

Foto © GEPA
Die Qualifikationsrunde hat für die 99ers mit den Siegen gegen Wien und Villach perfekt begonnen. Dann wurde aber gegen Znaim und Jesenice die gute Ausgangsposition leichtfertig wieder aus der Hand gegeben. Wobei es ja noch zu akzeptieren ist, wenn man auswärts in Znaim Federn lassen muss, denn die Tschechen spielen momentan wirklich sehr gut.
Kopfproblem
Aber dass man Jesenice gleich zwei Mal so unterschätzt und alle Tugenden der Siege davor vermissen lässt, das ist für mich nur schwer zu verstehen. Die 99ers haben nicht die Qualität, um auch nur irgendeinen Gegner in der Liga im Vorbeigehen zu bezwingen. Sie müssen jeden Gegner niederkämpfen, nur mit enorm hohem körperlichen Aufwand kann Graz gewinnen. Das ist aber gegen Jesenice nicht passiert. Da waren einige Spieler mit dem Kopf wohl schon bei zukünftigen Spielen und das wurde bestraft.
Jetzt ist das Selbstvertrauen weg, die Mannschaft muss wieder bei null beginnen und steht dabei mit dem Rücken zur Wand. Aber vielleicht liegt den 99ers die Außenseiterrolle ohnehin mehr. Denn der Favoritenrolle in der Qualifikationsrunde, die sie ganz kurz hatten, sind sie ganz klar nicht gerecht geworden.
Peter Znenahlik (48) ist ehemaliger Eishockey-Profi & -Trainer und war zudem 93-facher Teamspieler.
















-Anzeigen