Die Flops der Caps
Die Vienna Capitals wollten den Titel, stattdessen kommen sie am Freitag (19.15 Uhr) als "Flop der Liga" nach Villach. Die große, letzte Chance für den VSV.

Foto © GEPAWeit unter den Erwartungen: Die Vienna Capitals
Divis, nur Mittelmaß im Tor
Reinhard Divis (36) spielte in der NHL, in Schweden, bei Feldkirch und Salzburg. Insgesamt wurde er 10 Mal Meister. Mit den Vienna Capitals liegt er bisher mit 90,1 Prozent Fangquote nur auf dem 15. Platz der Tormann-Statistik. Und Sebastian Stefaniszin konnte seine Chance als Divis-Ersatz praktisch nie nützen.
Die Torjäger, ein Schatten
Die zwei Torjäger hinken dem Vorjahr meilenweit hinterher. Letzte Saison führten Francois Fortier (51 Tore, 96 Punkte) und Benoit Gratton (Bild, 34 Tore, 92 Punkte) beide Listen an. Heuer traf Fortier bisher überhaupt nur 13 Mal, Gratton war mit 17 Toren auch nicht allzu erfolgreich.
Tommy Samuelsson, ein Trainer gegen das System
Pressekonferenz im September, anlässlich des Liga-Auftakts, in Wien. Tommy Samuelsson & Benoit Gratton stellen sich ge-meinsam dem Foto. Aus Blicken und Körpersprache wollen viele bereits herausgelesen haben, was auf die "Caps" mit deren neuem Coach zukommt. Star-Trainer Samuelsson (52) holte als Spieler Olympia- und WM-Medaillen, war als Trainer mit Färjestads zwei Mal Meister und Trainer des Jahres. Aber das Taktik-geprägte schwedische System harmoniert mit dem körperbetonten Spiel der Nordamerikaner seit jeher in den seltensten Fällen.
Management, offenbar uneinig
Werbe-Guru, Verleger & Steffl-Be-sitzer Hans Schmid (71) ist zwar Präsident mit Veto-Recht. Aber mit Martin Platzer gibt's erstmals einen eigenverantwortlichen Sportchef. Schmid unlängst zu dessen Transferpolitik: "Wir haben Eishockey-Touristen gekauft."
Rotter, Verletzung mit Folgen
Schock bei den Capitals bereits in Runde vier: Rafael Rotter (24) wird in Znaim von gleich zwei Gegnern in die Mangel genommen. Sein Knie dreht sich aus, Kreuzbandriss, Saisonende. Rotter, Teamspieler und für viele einer der besten Österreicher der Liga, konnte bis heute nicht wirklich ersetzt werden.
Legionäre, nichts als Ärger
Von einem Dutzend Legionären ist bis heute noch keiner herausgestochen. Im Gegenteil: Pat Kavanagh etwa war aussortiert, dann wieder in den Kader geholt worden. Der farbige Nathan Robinson blieb alles schuldig. Ross Lupaschuk, bei den Kölner Haien mit 200.000 Euro am besten dotierter DEL-Legionär, vergiftete mit seinen Allüren das Klima. Er wurde gefeuert, aber "giftig" ist es geblieben. Im TV wurden aus dem Kabinengang Schreiduelle übertragen. Und in der Kabine soll's zu Handgreiflichkeiten gekommen sein.
















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