Red Bull Salzburg und das Drama um Pierre Pagé
Warum Eishockey-Meister Red Bull Salzburg am Freitag bereits zum siebten Mal ohne seinen exzentrischen Headcoach Pierre Pagé (63) spielt.

Foto © GEPAPierre Pagé
Zuerst ist es kaum jemandem aufgefallen. Dann haben die Eishockey-Fans bei den TV- und Internet-Übertragungen der Spiele von Red Bull Salzburg auf die Kameraschwenks auf Spieler- und Betreuerbank des regierenden Meisters besonders geachtet. Und dann hat das große Getuschel begonnen.
Wo ist denn Pierre Pagé? Seit inzwischen bereits sechs Spielen hat der exzentrische wie charismatische Cheftrainer die Salzburger nicht mehr betreut, wird auch am Freitag in Zagreb nicht dabei sein. "Er ist derzeit auch bei den Trainings nicht in der Eishalle", sagt Guido Stapelfeldt, Sprecher von Eishockey-Salzburg und von Pierre Pagé. Als Headcoach vertreten wird Pagé seither von seinem langjährigen Assistenten Rejo Ruotsalainen.
Was in den Hallen der Eishockey-Liga bisher nur wenige wussten - das Drama um Pierre Pagé, es rückt in Salzburg derzeit vieles in den Hintergrund. Die Frau von Pagé, seit 40 Jahren an seiner Seite und in Salzburg einziger Rückhalt des privaten Pierre Pagé, ist an einer aggressiven Art von Krebs erkrankt und hatte eine höchst schwierige Operation auf Leben und Tod zu überstehen.
"Eishockey ist weit, weit weg"
Pierre Pagé steht praktisch rund um die Uhr seiner Frau bei. "Es ist das erste Mal, dass er sich mit einer derartigen Situation konfrontiert sieht. Eishockey ist für ihn derzeit weit, weit weg", sagt Stapelfeldt. "Er hat natürlich die vollste Unterstützung des Vereines. Wann er wieder zurückkommen wird, lässt sich derzeit nicht sagen."
Dass Pierre Pagé Salzburg und dem Eishockey gänzlich den Rücken kehren könnte, das schließt aber auch Manager René Dimter, mit seinem Cheftrainer permanent in Kontakt, aus. "Aber das Ganze geht uns allen, auch der Mannschaft, sehr nahe. Und es relativiert so einiges in unserem Eishockey-Alltag."
















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