Bei Vanek und Buffalo rollt der Rubel
Mit einem der teuersten Teams der Klubhistorie geht Buffalo mit dem Steirer Thomas Vanek auf die Jagd nach dem Stanley Cup.

Foto © APAThomas Vanek
Ein Steirer holt den Stanley Cup? Die begehrteste Trophäe der Eishockey-Welt in steirischen Händen? Seit es Thomas Vanek in die weltbeste Liga, die NHL, geschafft hat, träumt er diesen Traum. Seitdem wiederholt er vor jedem Saisonstart gebetsmühlenartig: "Das Ziel ist einzig und allein der Cup."
Bisher hat es für den Grazer und seine Buffalo Sabres nicht zum großen Triumph gereicht, aber 2011/12 dürfte die Chance so groß sein wie schon lange nicht mehr. Denn seit Milliardär Terrence Pegula die Sabres im Februar 2011 um 189 Millionen US-Dollar übernommen hat, rührt sich etwas in Buffalo.
Pegula, der sein Vermögen mit Erdgas gemacht hat, hat von Anfang gesagt: "Die Buffalo Sabres existieren aus einem einzigen Grund - um den Stanley Cup zu holen." Das sind Worte, die Fans wie auch Spieler gleichermaßen begeistern. Und er beließ es nicht bei Worten - er griff ins Geldbörserl, um Taten folgen zu lassen. Mit den Verteidigern Christian Ehrhoff (Vancouver), Robyn Regehr (Calgary) und Stürmer Ville Leino (Philadelphia) kamen hochkarätige Verstärkungen.
Das schlägt sich auch in der Gehaltsstatistik nieder. Die Sabres, früher eine Art Admira der NHL, stehen plötzlich in der Liste der teuersten Teams ganz weit oben. So weit, wie selten zuvor. Aktuell steht Buffalo auf Platz vier und war tags zuvor gar Zweiter - weit vor Titelverteidiger Boston. Wobei Washington und Philadelphia derzeit über dem erlaubten Limit liegen und noch abspecken müssen, da sonst empfindliche Geldbußen drohen.
Vanek "nur" Nummer 43
Auf dem Spielersektor ist der Deutsche Ehrhoff mit zehn Millionen Dollar Jahressalär neuer Topverdiener der Sabres. Er verdient mehr als die Superstars Crosby, Malkin und Owetschkin. Vanek ist mit 6,4 Millionen noch immer Nummer zwei in Buffalo. Ligaweit liegt der Steirer, der 2007/08 noch der absolute NHL-Topverdiener war, "nur" noch auf Platz 43 der Verdienstrangliste.
Das Unternehmen Stanley Cup starten die Sabres am Samstag in Berlin. Dort treffen sie mit den LA Kings auf einen Klub, der ebenfalls massiv aufgerüstet hat.
Features
99ers sind spielfrei
Den fünften Tabellenplatz werden die 99ers am Freitag in der Ersten Liga mit Sicherheit verlieren, treffen doch die punktegleichen Verfolger Salzburg und Zagreb im direkten Duell aufeinander.
1. Derby mit Brisanz
Erstes Steirerderby in der Nationalliga: Wenn Kapfenberg am Samstag um 19 Uhr den ATSE Graz empfängt, ist einige Brisanz im Spiel. Für die 99ers-Kooperationsspieler im Kapfenberg-Kader ist es wie ein Grazer Derby, für Bulls-Coach Andreas Wanner und einige ATSE-Spieler ein Wiedersehen mit dem Ex-Klub. Mit dem ersten Saisonsieg bei KAC II (5:1) hat Kapfenberg am Mittwoch Selbstvertrauen getankt.












