Ein Oscar geht auch nach Wien
Play-off-Auftaktspiel der 99ers in Wien: Während die Wiener Fans Peintner beschimpften und Wiener Medien die "Undiszipliniertheit" kritisierten, sieht die Wahrheit ganz anders aus: Eine schauspielerische Glanzleistung.

Foto © GEPA
Die wohl entscheidende Szene im Play-off-Auftaktspiel der 99ers in Wien ereignete sich in der 31. Minute. Bis dahin hatten die Grazer 2:0 geführt und die Capitals waren kaum ins Spiel gekommen. Dann musste Peintner auf die Strafbank, Larose gelang in diesem Powerplay der Anschlusstreffer, das Heimpublikum wachte wieder auf, das Match kippte - 4:2 für die Caps.
Während die Wiener Fans Peintner beschimpften und Wiener Medien die "Undiszipliniertheit" kritisierten, sieht die Wahrheit ganz anders aus. Es war eher kein Foul, schon gar kein brutales. Wie die Bilder oben zeigen, verdiente sich der vermeintliche Gefoulte, Caps-Stürmer Martin Ulmer, den Oscar für den besten Nebendarsteller (sonst spielte er nämlich in dieser Partie keine Rolle). Schließlich versuchte Peintner bloß, Goalie Fabian Weinhandl zu schützen und wollte Ulmer wegdrängen. Mit den Fäusten traf er nur die Schulter, während Ulmers Hände sofort Richtung Kopf gingen und er damit ein Stockfoul im Gesicht reklamierte. Das Schiri-Duo Schimm/Veit fiel darauf herein.
"Nur an der Schulter getroffen"
"Ulmer hätte zwei Minuten für eine Schwalbe kriegen müssen. Ich habe ihn nur an der Schulter getroffen, der Stock war nicht dabei. Danach ist er auch grinsend auf die Bank hinausgefahren. Er sollte vielleicht besser Fußballer werden, dort sind solche Schwalben üblich. Für einen Eishockey-Spieler ist das unwürdig, das schadet nur dem Sport", sagt Peintner zu der Situation.
Dass Wien bis zu der Szene nur wenig zu melden hatte, sieht auch der Graz-Stürmer so. "Wir waren nicht weit weg, es war knapper, als es das 2:4 zeigt. Wir müssen jetzt daheim nur so weitermachen, defensiv stehen und geduldig auf unsere Chance warten."

















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