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Zuletzt aktualisiert: 27.07.2010 um 20:17 UhrKommentare

Zu Gast bei "König Roger"

Tennis-Profi Stefan Koubek und Eishockey-Experte Peter Znenahlik weilen derzeit auf Einladung von Tennis-Superstar Roger Federer in der Schweiz.

Ein Bild aus älteren Tagen: Koubek und Federer

Foto © GEPAEin Bild aus älteren Tagen: Koubek und Federer

Ein in dieser Zusammensetzung nicht ganz alltägliches Triumvirat ist derzeit täglich in der Schweiz am Werk. Es besteht aus dem Kärntner Tennis-Profi Stefan Koubek, dem Grazer Eishockey-Spieler, -Coach und Kleine-Zeitung-Experten Peter Znenahlik und dem großen Schweizer Tennis-Virtuosen Roger Federer. Letzterer hat die beiden Österreicher eingeladen, auf seine Kosten in einem Hotel in Zürich einquartiert, und trainiert eine Woche lang zwei Mal täglich mit Koubek. Beide bereiten sich so bis Freitag auf die Hartplatzsaison in Amerika vor. Warum eine Größe wie Federer das ausgerechnet mit Koubek macht? "Sie verstehen sich seit Jahren blendend und Stefan macht im Training genau das, was Federer und seine Trainer sich vorstellen", erklärt Znenahlik.

Fitness-Trainer

Bleibt noch die Frage, was die Rolle des früheren "Kufenflitzers" und Wahl-Grazers dabei ist. "Ich begleite Koubek seit Jahren immer wieder als Betreuer. Mit dem eigentlichen Tennis-Training habe ich natürlich nicht viel zu tun, ich bin mehr der Fitness-Coach und stehe Stefan mental zur Seite. Zwei Jahre lang habe ich jedes Turnier mit ihm gemacht, dann war ich nur noch sporadisch dabei. Jetzt intensivieren wir die Zusammenarbeit gerade wieder. Auch Federer kenne ich schon länger", so "Znene".

Zwei Spaßvögel

In die Tennis-Szene rutschte Znenahlik, der selbst begeisterter Hobby-Spieler ist, über Günter Bresnik. Dem half er seinerzeit auch schon, Boris Becker zu betreuen. Und die Arbeit mit den großen Stars des Weißen Sports macht ihm noch immer viel Spaß. "Stefan und Roger trainieren täglich zwei Mal zwei Stunden miteinander. Trotz aller Anstrengung läuft aber immer der Schmäh. Die zwei haben nur Blödsinn im Kopf, das ist Lachen ohne Ende. Auch wenn Federer in Interviews oft etwas zurückhaltend wirkt, abseits der Kameras ist er wirklich so. Und dazu ein sehr feiner Mensch, der nie den Star heraushängen lässt", erzählt Znenahlik. Übrigens hat Federer Koubek bereits zum vierten Mal zum gemeinsamen Training geladen.

Und beide hoffen natürlich, davon zu profitieren. Koubek ist aktuell nur mehr die Nummer 142 der Welt und will sich wieder verbessern. Federer rutschte nach dem Viertelfinal-Out in Wimbledon erstmals nach fast sieben Jahren auf Platz drei und will unbedingt wieder ganz nach oben auf den Tennis-Thron.

ALEXANDER NIGGAS

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