4.200 Gramm beflügeln das Comeback
Bernd Brückler steht nach seinem Kreuz- und Seitenbandriss vor dem Comeback bei seinem Hockey-Klub Nischni Nowgorod. Auch seine neugeborene Tochter drückt ihm die Daumen...

Foto © KLZ | Michael LorberBernd Brückler
Emotionen sind ihm normalerweise fremd. Kein Wunder, als Eishockey-Torhüter ist es auch die Aufgabe von Bernd Brückler, die scharfen Geschosse der Gegner zu entschärfen. Da bleibt kein Spielraum für Gefühle. Und doch ist es am 4. Juli 2010 passiert, dass der Grazer "Glücksgefühle wie nie zuvor" empfinden durfte. Der erfreuliche Grund dafür war die Geburt seiner ersten Tochter Elisabeth Josephine - mit 4200 Gramm und 51 Zentimeter Größe stieß ein echtes "Bröckerl" in die Lebensgemeinschaft mit seiner finnischen Freundin Veera hinzu.
Vorbei waren die Zeiten, als er viel über den 23. November 2009 nachdachte. Damals rissen bei einem Spiel für seinen russischen Klub Nischni Nowgorod im linken Knie das Kreuz- und Seitenband. Sechs Monate lang wurde hart am Comeback gearbeitet. Dieses wird offiziell am 26. Juli über die Bühne gehen. Da beginnt wieder das Training für die neue Saison. Erfreut ist der 28-Jährige, dass der Verein ihm trotz der schweren Verletzung weiterhin das Vertrauen schenkt. "Ich habe im Vorjahr nur 25 Spiele gemacht. Wir haben in der Folge das Play-off verpasst", sagt Brückler, der noch bis 2011 an den Verein gebunden ist. "Danach hat das Köpferollen begonnen. Mehr als die Hälfte der Spieler wurde aussortiert. Ohne Rücksicht auf bestehende Verträge. Mit eingeschlossen alle übrigen Legionäre. Wenn man bedenkt, dass wir in einem Jahr vier Trainerwechsel miterlebt haben, sagt das schon sehr viel aus."
"Die Kleine lacht trotzdem"
Für die neue Saison wünscht sich Brückler, "schnell wieder der Alte zu werden". Für mögliche Rückschläge hat er schon das richtige Rezept. "Wenn ich dann meine Tochter in den Arm nehme, weiß ich, dass es mir hilft", sagt Brückler. "Bei ihr ist es egal, ob ich ein Shutout habe oder acht Gegentore bekomme - die Kleine lacht trotzdem. Das gibt Kraft."












