Finnland und Schweden erfüllten bei WM Pflichtaufgaben
Finnland entledigte sich am Abend beim 2:0 gegen Weißrussland dagegen ebenso schmucklos seiner Pflichtaufgabe wie die Schweden, die 4:2 gegen Lettland gewannen.

Foto © APFreude über den ersten Treffer im Spiel gegen Lettland bei den Schweden
Kanada im Torrausch, die Slowakei schäumend vor Wut, Schweden und Finnland ganz cool: Die Favoriten haben zum Zwischenrunden-Start bei der Eishockey-Weltmeisterschaft viele Gesichter gezeigt. Finnland entledigte sich am Abend beim 2:0 gegen Weißrussland dagegen ebenso schmucklos seiner Pflichtaufgabe wie die Schweden, die 4:2 gegen Lettland gewannen.
Olympiasieger Kanada freute sich am Freitag mit dem 12:1 gegen überforderte Norweger über den höchsten WM-Sieg seit sieben Jahren. Slowaken-Coach Glen Hanlon wetterte wegen der 0:6-Abreibung durch Dänemark gegen den Weltverband (IIHF): "Wir werden Gruppenzweiter und werden dafür bestraft. Das ist lächerlich." Nur 18 Stunden nach dem 5:1 gegen Kasachstan hatte der Champion von 2002 wieder spielen müssen - und sich blamiert.
Dänemark steht nach dem Paukenschlag gegen die Slowaken vor dem Viertelfinal-Einzug. Vor den verbleibenden Partien gegen Russland und Weißrussland haben die Dänen bereits sechs Punkte auf dem Konto. "Wir sind ihnen davongelaufen, waren einfach überall. Das 6:0 sagt alles", jubelte Kapitän Jesper Damgaard.
"Das war ein unglaubliches erstes Drittel", schwärmte Coach Per Bäckman, während sein Kollege Hanlon neben ihm schäumte: "Wir haben erst um 1.00 Uhr zu Abend gegessen und müssen jetzt schon wieder spielen. Ich verstehe die Organisation dieses Turniers nicht." Mit einem "Sechserpack" hatten die Dänen schon in den ersten 14 Minuten alles klar gemacht.
Nächste Runde
Die Finnen können dagegen schon für die nächste Runde planen. Die Tore von Jarkko Immonen und Juha-Pekka Hytönen sorgten für den lockeren Erfolg gegen die Weißrussen, bei denen Kirill Gotowets im zweiten Drittel verletzt vom Eis getragen werden musste. Mit nun sechs Punkten ist "Team Suomi" Zweiter hinter Dänemark.
Auch Kanada befindet sich auf Viertelfinal-Kurs. Vor dem Gipfel gegen Schweden am Sonntag (20.15 Uhr) hat der Mitfavorit sechs Zähler auf dem Konto. Norwegen muss zuvor gegen Lettland (16.15 Uhr) punkten, um sich die kleine Chance zu erhalten. Dabei müssen die Skandinavier allerdings auf ihren Kapitän Tommy Jakobsen verzichten, der eine Matchstrafe kassierte.
Überragender Kanadier war vor nur 2.670 Zuschauern Jungstar John Tavares von den New York Islanders mit drei Toren. Der 19-Jährige führt mit nun sechs Treffern die WM-Torschützenliste souverän an. "Wir wollten klar machen, dass wir noch im Turnier sind", sagt der 19-Jährige nach seinem Hattrick.
Für die Schweden lief gegen Außenseiter Lettland alles nach Plan. Magnus Paajarvi Svensson, Oliver Ekman Larsson, Michael Nylander und Tony Martensson trafen für den achtfachen Weltmeister. Der Doppelpack von Martins Karsums war für die tapferen Letten zu wenig.













