Die guten Gründe für einen Aufstieg
Mit einem Sieg gegen die Ukraine kann Österreich am Sonntag (20.30 Uhr) bei der Eishockey-WM wieder in die A-Gruppe zurückkehren.

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1. Geduld
Die Japaner haben es am Samstag bei ihrer knappen 1:2-Niederlage vorgezeigt: Wer gegen die Ukraine nicht die Geduld verliert, bekommt irgendwann seine Chance. So mussten die Asiaten zwar im zweiten Abschnitt einen Gegentreffer hinnehmen, blieben aber defensiv stabil und konnten knapp vor Ende noch den Ausgleich erzielen. Die Ukrainer hingegen verlegten sich mit Fortlauf des harten Matches immer mehr auf Einzelaktionen und kamen erst spät zu ihrem zweiten Treffer.
2. Special Teams
"Über enge Spiele entscheiden oft Überzahlsituationen", sagt Trainer Bill Gilligan vor allem im Hinblick auf das Match gegen die Ukraine. Weil KAC-Stürmer Gregor Hager gestern erkrankt ausfiel und der Trainer vorerst die Linien neu formieren musste, ließ Gilligan noch einmal Überzahl- und Unterzahlsituationen üben. Zuletzt klappte es gut: Koch traf gegen Japan gleich zu Beginn zwei Mal in Überzahl.
3. Die Falle
Die ukrainische Mannschaft spielt ein System, das sich "neutral zone trap" ("Falle in der neutralen Zone") nennt. Dabei wird im Mitteldrittel hemmungslos gemauert. "Allerdings sind ihre Verteidiger eher behäbig. Das kommt uns sehr entgegen", sagt Kapitän Gerhard Unterluggauer, der positive Erinnerungen an die Ukraine hat. Bei der WM 2000 schoss Unterluggauer im entscheidenden Spiel zwei Treffer, Österreich blieb mit einem 3:2-Sieg in der A-Gruppe.
4. Strafen
Die Schiedsrichterleistungen bei der WM der Division I in Tilburg schwanken erheblich - das bekamen auch die Österreicher zu spüren. "Die Disziplin zählt in einem Endspiel besonders", mahnt Gilligan. Ein Punkt, der tatsächlich für die Österreicher spricht, denn in ihrem vorletzten WM-Spiel gegen Japan kassierten die Ukrainer gleich drei Strafen, nachdem der Schiedsrichter bereits das Spiel unterbrochen hatte.
5. Goalies
Während der ukrainische Goalie Konstantin Simtschuk seinen Mannschaftskollegen praktisch 60 Minuten pro Spiel lautstarke Anweisungen erteilt und bei Aktionen hinter seinem Tor leicht die Übersicht verliert, gilt Reinhard Divis als besonnener Schlussmann, der auch in Druckperioden - wie in der finalen Phase des Spiels gegen Japan - einen kühlen Kopf bewahrt. Deshalb gab es auch keine Pause für Divis, der damit alle WM-Partien der Nationalmannschaft bestritten haben wird.
6. Gute Nerven
Remis gibt es bei der WM keines. Steht also nach 60 Minuten kein Sieger fest, werden fünf Minuten Verlängerung gespielt. Endet auch diese torlos, gibt es ein Penaltyschießen, bei dem zu Beginn jeweils drei Schützen antreten.












