Super-Pinguine und ein echter Pechvogel
Mit einem 2:1-Auswärtssieg bei den favorisierten Detroit Red Wings sicherten sich die Pittsburgh Penguins den Stanley Cup für den Sieger der NHL.

Foto © EPA/KowalskySidney Crosby feiert den Sieg des Stanley Cup 2009
Fast alle Statistiken sprachen für Detroit, trotzdem haben es die Pittsburgh Penguins geschafft. Mit einem 2:1-Auswärtssieg im entscheidenden siebenten Spiel der NHL-Finalserie entthronten sie den Titelverteidiger in der eigenen Halle und holten sich zum dritten Mal nach 1991 und 1992 den Stanley Cup.
Matchwinner. Die "jungen Wilden" setzten sich damit gegen die Routine durch und machten so Pittsburgh zur US-Sportstadt Nummer eins. Denn immerhin haben sich die Pittsburgh Steelers heuer auch schon die Super Bowl im American Football gesichert. Maxime Talbot war mit zwei Toren der Matchwinner, aber dieses Finale schrieb noch mehr Geschichten.
Seltenheitswert. Den Penguins gelang es als erst drittem Team in der NHL-Geschichte (seit 1917) ein Entscheidungsspiel in einer Finalserie auswärts zu gewinnen. Zuletzt schafften das die Montreal Canadiens 1971 in Chicago.
Pechvogel. Besonders bitter ist die Niederlage für Red Wings-Stürmer Marian Hossa. Der Slowake verlor ein Jahr zuvor noch im Dress der Penguins das Finale gegen Detroit. In der Folge schlug er ein hoch dotiertes Pittsburgh-Angebot auf Vertragsverlängerung aus und ging für weniger Geld nach Detroit. Begründet hat der 30-Jährige seinen Schritt damit, dass er unbedingt den Stanley Cup holen wolle und er bei den Red Wings ungleich größere Chancen sehe. Mit den Pens sei in absehbarer Zeit nicht viel zu gewinnen, meinte er - tja, das muss jetzt wirklich weh tun.
Rekord für Crosby. Einige Bestmarken seines großen Vorbilds Wayne Gretzky hat Pittsburgh-Star Sidney Crosby ja schon gebrochen, jetzt gelang ihm der nächste Coup. Mit seinen 21 Jahren ist er der jüngste Teamkapitän der NHL-Historie, der einen Stanley-Cup-Pokal entgegen nehmen konnte. Gretzky war bei seinem ersten Finalsieg bereits 23.
Langes Warten. Bill Guerin ist mit 38 Jahren der älteste Pinguin und musste nach seinem ersten Final-Triumph 1995 mit New Jersey 14 Jahre warten, ehe er den Cup ein zweites Mal gewann. Nur zwei Spieler hatten eine noch längere Durststrecke zwischen zwei Stanley-Cup-Siegen: Chris Chelios (16 Jahre) & Mark Recchi (15).













