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Zuletzt aktualisiert: 16.04.2009 um 10:59 UhrKommentare

"Vanek ist super für die Stimmung und ein Leader"

Die Freude, dass NHL-Star Thomas Vanek bei der WM in der Schweiz (24.4.-10.5.) das österreichische Eishockey-Nationalteam verstärken wird, ist groß.

"Vanek gibt Energie"

Foto © AP"Vanek gibt Energie"

Vanek soll als Torjäger, vor allem aber als Führungspersönlichkeit dem Team helfen. Denn Teamchef Lars Bergström muss nach zahlreichen Ausfällen mit einer jungen Mannschaft und wohl drei bis fünf WM-Debütanten nach Bern reisen.

Vanek sehr beliebt. "Vanek alleine kann nichts entscheiden. Aber er ist super für die Stimmung, gibt Energie, er ist sehr beliebt in der Mannschaft", betonte Verbandskapitän Giuseppe Mion. "Alleine wenn er da ist, ist die Mannschaft um zehn Prozent besser. Er ist ein Leader, weil er auf dem Eis alles macht, was er machen muss. Man darf nicht erwarten, dass er fünf, sechs Tore macht. Das spielt es nicht. Aber er ist ein Profi durch und durch", so Mion. "Er hat diese Siegermentalität, er gibt Selbstvertrauen", sagt Bergström.

Kalt sagte ab. Vor allem bei den Stürmern hat es vor dem Kampf um den Klassenerhalt sonst aber viele weniger erfreuliche Nachrichten gegeben. Acht Offensivspieler haben abgesagt, darunter langjährige Leistungsträger wie Kapitän Dieter Kalt, der wegen Nachwirkungen einer Gehirnerschütterung passen muss, Daniel Welser oder Philipp Lukas, die verletzt sind. "Es sind einige wichtige Spieler darunter, aber in der A-WM kann Österreich ohnehin nur über eine gute Verteidigung Erfolg haben", erklärte Bergström. Und da hat außer NHL-Profi Thomas Pöck (Bauchmuskelzerrung) keiner abgesagt.

Pöck-Entscheidung am Freitag. Die Hoffnung auf Pöck haben die Verantwortlichen noch nicht ganz aufgegeben, der Kärntner will am Freitag definitiv Bescheid geben. Und im Hinterkopf ist auch Stürmer Andreas Nödl, sollte Philadelphia mit den Flyers (NHL) und den Phantoms (AHL) in der ersten Play-off-Runde ausscheiden. "Aber das wäre nur ein Bonus, wir rechnen nicht damit", stellte der Teamchef klar.

Die Jungen kommen. Unabhängig davon heißt es, auf die neuen Jungen zu setzen, auch für die Zukunft. "So viele Ausfälle sind für ein Land wie Österreich natürlich eine Belastung, aber mit Verletzungen muss man immer rechnen. Man hat aber schon länger geredet, dass man einen Generationswechsel braucht. Kalt wird schon 35, jetzt müssen andere mehr Verantwortung übernehmen. Sie wollen zeigen, dass sie gute Spieler sind", so Bergström.

Chance für Raffl und Co. Eine Chance für Stürmer wie Daniel Oberkofler (20), Michael Raffl (20), Paul Schellander (22) oder Christoph Ibounig (24), die um ihr WM-Ticket kämpfen. Auch Oliver Setzinger, mit 25 Jahren schon ein WM-Routinier, traut den Rookies einiges zu. "Wir haben viele Ausfälle, manche sind schwer zu ersetzen. Aber die Jungen sind hungrig, werden alles geben. Sie müssen hart spielen, rackern, ihre Aufgaben erledigen."

Jammern hilft nicht. Die Debütanten sollen Schwung und Energie, aber auch defensive Verantwortung bringen, hofft auch Mion. "Bei der A-WM werden wir zu 80 Prozent in unserem Drittel spielen, daher haben wir viele defensive Leute nominiert. Jammern hilft nicht. Einige haben viel Potenzial, das muss jetzt rauskommen, das brauchen wir", sagte der Villacher, dem die Abwehr "weniger Sorge macht. Wir haben sehr bewegliche Leute und einige Routiniers".

Als Einheit agieren. "Ich erwarte, dass wir wie ein Team und in einer Einheit agieren, das hilft oft mehr, als wenn du einen super Spieler dabei hast. Wenn sie daran glauben, können wir es schaffen", ist Mion überzeugt. Sollte das Ticket für Deutschland 2010 gelöst werden, wird auch Teamchef Bergström bleiben, das ist per Handschlag so ausgemacht.


Fakten

Die Weltrangliste vor der WM in der Schweiz:

1. Kanada 3.410 Punkte
2. Russland 3.400
3. Schweden 3.400
4. Finnland 3.385
5. Tschechien 3.265
6. USA 3.105
7. Schweiz 3.020
8. Slowakei 2.955
9. Weißrussland 2.845
10. Deutschland 2.740
11. Lettland 2.740
12. Norwegen 2.735
13. Dänemark 2.660
14. Italien 2.580
15. Slowenien 2.460
16. Österreich 2.445
17. Ukraine 2.435
18. Frankreich 2.410
19. Kasachstan 2.405
20. Ungarn 2.220

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