Zwei ganz schön lästige "Geier"
"Steirer-Men sind very good", singt eine steirische Gruppe. Was den KAC betrifft, keine falsche Einschätzung: die steirischen Brüder Stefan und Manuel Geier machen es den Gegnern schwer und imponieren den Fans.

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Zuletzt, beim 2:0 im ersten Semifinal-Spiel daheim gegen Linz, waren die Zuschauer von der dritten Angriffslinie mit den Geier-Zwillingen und Raphael Herburger derart angetan, dass sie - was höchst selten vorkommt - bei der Kleine Zeitung-Wahl des Spieler des Abends im Paket gekürt wurden. Brüderpaare im Eishockey sind keine Seltenheit, aber Zwillinge? Stefan und Manuel Geier, gerade erst am 8. Jänner 21 Jahre alt geworden, machten ihre ersten Gehversuche auf Eisschuhen mit knapp vier Jahren in Zeltweg, spielten sich beim Nationalligaklub bis zur Ersten hinauf. Da wurde der KAC auf die Jungspunde aufmerksam, verpflichte das Sturmduo kurzerhand. Ein kluger Schachzug.
Wertvolle Arbeit. Nach einem Lehrjahr in der schwedischen dritten Liga mit Höhen und Tiefen, traten sie im Sommer beim KAC ihren Dienst an. Komplimente, wie schnell sie sich an die neue sportliche Umgebung gewöhnt und sich in der Liga bewährt haben, wischt Manuel vom Tisch: ""Wir machen nur unsere Arbeit." Und die ist, wie Experten festhalten, ungemein wertvoll. Wie aufgezogen, spulen die Geiers ihr Programm ab, laufen, checken, schießen und fighten. "Die Energie, die sie in die Mannschaft bringen, ist enorm wichtig", schätzt Manny Viveiros den Einsatz seiner lästigen Grünschnäbel, in deren Angriffs-Linie bis zur Verletzung von David Schuller steirischer Dialekt bevorzugt wurde.
Irokesenschnitt. Die Play-off ist für die Geier-Brüder logischerweise eine ganz neue Erfahrung. Mit Eishockey in dieser intensiven Art haben sie bisher noch nicht zu tun gehabt. Da heißt es, jeden Spieltag an seine Grenzen zu gehen: Trainieren, Schlafen, Eishockeyspielen. Traditionell lassen die Spieler in der entscheidenden Phase die Bärte wachsen. Da der Bart bei den Jungen noch nicht so wächst wie bei den älteren Kollegen, haben sich die Geier einen Irokesen-Schnitt zugelegt. Wie bewertet Manuel die Chancen, Linz aus dem Semifinale zu boxen? "Nach dem 4:2 in Linz schaut es gut aus, wir müssen nur cool bleiben." Weil bei Stefan Geier Freundin Verena eingezogen ist, wohnt Manuel "solo". Nur zum Mittagessen taucht er öfters beim Bruder auf. "Wir kochen abwechselnd", erzählt Manuel, der jetzt kaum zu seinem Hobby, dem Computerspielen kommt. Gespielt wird nun vorwiegend auf dem Eis.
Kritik am "Schiere". Am Dienstag bereits wieder. Nach dem 4:2 in Linz lobte Manny Viveiros seine Mannen und kritisierte die Schiedsrichter. "Einige Ausschlüsse waren an den Haaren herbeigezogen", beklagte der KAC-Trainer. Mit einem Heimsieg könnte der KAC heute einen großen Schritt Richtung Aufstieg machen. Ob die zuletzt verletzungsbedingt pausierenden Johannes Reichel und David Schuller auflaufen, ist unsicher.
Features
Kommentar
Eishockey
Erste Bank-Eishockey-Liga, Semifinale (best-of-seven):
KAC - Black Wings Linz Dienstag, 10. März 2009
19.15 uhr. Messehalle, Lesniak & Trilar (Premiere Austria, live).
Serie gesamt: 2:0.
Vienna Capitals - Salzburg Dienstag, 10. März 2009
19.15 Uhr. Schultz-Halle, Hascher & Schimm.
Serie gesamt: 1:1.
Semifinale weiters:
12. März: Linz - KAC, Salzburg - Vienna (beide 19.15 Uhr).
Falls nötig: 15., 17. und 19. März.
Finale: ab 22. März.
Spannung in Slowenien
Im slowenischen Halbfinale ist Medvezak Zagreb in der "best of three"-Serie mit 1:0 in Führung gegangen. Das Kroaten-Team unter Trainer Mike Shea gewann bei Olimpija Laibach knapp mit 1:0. In der zweiten Paarung fertigte der HK Jesenice die Marburger mit 8:2 ab. Zagreb ist bekanntlich an einer EBEL-Teilnahme interessiert.
Sieg der Islanders, Tor von Grabner
Thomas Pöck feierte auch im zweiten Spiel nach seiner Verletzungspause einen Sieg. Die New York Islanders besiegten in der NHL die Phönix Coyotes dank dreier Treffer im Mitteldrittel mit 3:2. Der Klagenfurter Verteidiger bekam 9:50 Minuten Eiszeit. Die Islanders sind zwar unverändert Liga-Schlusslicht und längst aus dem Play-off-Rennen, trotz begonnenem Umbau und Verjüngung haben sie aber vier der jüngsten fünf Spiele gewonnen. Der Villacher Michael Grabner erzielte für seinen AHL-Klub Manitoba Moose beim 2:0-Heimsieg über die Providence Bruins bereits seinen 24. Saisontreffer. Manitoba führt mit 91 Punkten die Liga an.












