Ein Blick hinter die neue KAC-Maske
Auch gegen die Haie in Innsbruck steht am Sonntag Rene Swette im Tor des KAC. Der 20-jährige Vorarlberger gilt längst als eines der größten Goalie-Talente der heimischen Liga und bleibt trotzdem bescheiden.

Foto © GEPARene Swette
Jacques Plante, legendärer Torhüter der Montreal Canadiens, umschrieb seinen Berufsstand einst sehr ansehnlich: "Stellen sie sich vor, sie sitzen in ihrem Büro. Sie machen einen Fehler - ein rotes Licht geht über ihrem Kopf an, 18.000 Leute beginnen sie auszupfeifen und Müll nach ihnen zu werfen. So fühlt es sich als Tormann an."
Kluger Schachzug.
Rene Swette liebt seinen Beruf trotzdem. Was bleibt Menschen, die sich aus freien Stücken täglich mit Pucks beschießen lassen, auch anderes übrig. "Ich habe mit sechs Jahren in Lustenau begonnen - ein Jahr im Feld gespielt und bin dann ins Tor gewechselt." Ein Schachzug, der schnell Früchte trug - über diverse Nachwuchsmannschaften etablierte sich der junge Vorarlberger bald als fixer Bestandteil der Lustenauer Kampfmannschaft. "Es war immer mein großer Traum, Eishockeyprofi zu werden - und plötzlich bin ich es und dazu noch beim KAC". In Klagenfurt eifert Swette jetzt seinem großen Vorbild Henrik Lundquist nach - dem Goalie des NHL-Teams New York Rangers.
"Vorarlberg-Connection".
Mit dem um ein Jahr jüngeren KAC-Stürmer Raphael Herburger teilt sich Swette im Westen Klagenfurts eine Wohnung. Die "Vorarlberg-Connection" kennt sich bereits aus diversen Duellen im Nachwuchsbereich, Herburger wuchs beim EC Dornbirn heran. "Ehrlich gesagt habe ich mir nicht gedacht, gleich so oft zum Einsatz zu kommen", sagt Swette und relativiert im gleichen Atemzug: "Natürlich sind Hannes Enzenhofer und ich Konkurrenten, aber für uns steht die Mannschaft im Vordergrund. Die darf Swette auch am Sonntag wieder aktiv im Tor gegen die Innsbrucker Haie unterstützen.












