"Pack ein und komm zu uns"
Vor drei Tagen schien die NHL-Karriere von Thomas Pöck (26) vorerst beendet. Bis plötzlich das Telefon läutete.

Foto © APAThomas Pöck im Glück
Eishockeyspieler sind abseits ihrer kalten Arbeitsunterlage nur bedingt zu Emotionen fähig, das verbietet quasi der Ehrenkodex. Gelacht wird im Keller. Ausnahmen bestätigen wie üblich die Regel. Zum Beispiel wenn wenige Stunden vor Ablauf der Transferfrist plötzlich ein NHL-Klub anklopft, den Vertrag übernimmt und zusichert, dass man sich über das Engagement mehr als nur freuen würde.
Bitte warten. Genau das ist Thomas Pöck (26) passiert, den Weg bis zum Keller schaffte er anschließend nicht mehr: "Es ist ein Wahnsinn, unglaublich - man kann sich eigentlich vorstellen, wie sehr ich mich freue." Drei - meist bittere - Saisonen lang verbrachte der Verteidiger bei den New York Rangers, umgeben von einer Mischung aus Hollywood und Eishockey-Fabelwelt an der amerikanischen Ostküste. Immer wieder hieß es: bitte warten - und das überwiegend beim Farmteam der Rangers in der AHL in Hartford. "Natürlich war es hart, aber das zählt jetzt alles nicht mehr.
Zugeschlagen. "Die New York Islanders haben mich am Sonntag angerufen, gesagt sie wollen mich haben und ich soll meine Sachen gleich in Hartford lassen", rekapituliert der Sohn des österreichischen Ex-Teamchefs Herbert Pöck. Zuvor hatte man ihn bei seinem ehemaligen Klub auf die Transferliste gesetzt und anderen Klubs somit 48 Stunden lang Zeit gegeben, Pöcks Vertrag zu übernehmen. Die Islanders, ewige Stadtrivalen der Rangers und in den 80er-Jahren unter Trainer Al Arbour gleich vier Mal Gewinner des Stanley-Cups, schlugen zu. "Natürlich muss ich mich auch hier erst im Training beweisen, aber alleine die Chance dazu ist schon wie ein neuer Beginn", sagt Pöck.
Grabner in Manitoba. Für Stürmer Michael Grabner ist das NHL-Gastspiel bei den Vancouver Canucks hingegen vorerst vorbei - die Canucks schickten den Kärntner zurück ins Farmteam nach Manitoba.












