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Zuletzt aktualisiert: 11.05.2008 um 11:58 Uhr

Eishockey-WM: Kanadier fegten Deutsche vom Eis

Für das deutsche Eishockey-Team hat es in der WM-Zwischenrunde eine bittere Niederlage gesetzt. Die DEB-Auswahl musste sich Gastgeber Kanada 1:10 geschlagen geben, womit der Traum vom Viertelfinale geplatzt ist.

Foto © APA

Eishockey-WM-Gastgeber Kanada hat am Samstag in Halifax einen 10:1-Kantersieg über Deutschland gefeiert. Durch das Debakel haben die Deutschen die letzte Chance auf das Viertelfinale verspielt und können sich auch nicht mehr direkt für die Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver qualifizieren. Den neunten Startplatz sicherte sich Weißrussland. Deutschland hat aber noch die Chance, das Olympia-Ticket daheim bei einem Qualifikationsturnier zu lösen.

Höchste Niederlage seit 17 Jahren. Rekordweltmeister und Titelverteidiger Kanada fügte der DEB-Auswahl die höchste Länderspiel-Niederlage seit mehr als 17 Jahren zu. Den Ehrentreffer erzielte Frank Hördler (49.) erst beim Stand von 0:10. Ein Jahr nach dem knappen 2:3 bei der WM in Moskau waren die Deutschen von Beginn an völlig chancenlos gegen den 24-fachen Champion, bei dem der vierfache Torschütze Eric Staal (17./24./29./36.) herausragte.

Eigentor. Jason Spezza (6.), Dany Heatley (14.) mit seinem siebenten WM-Tor und Staal überwanden schon im ersten Drittel Torhüter Dimitrij Kotschnew bei dessen erstem Einsatz in Kanada. Kurz vor der ersten Pausensirene lenkte Hördler (20.) zu allem Überfluss noch einen Schuss von Patrick Sharp per Schlittschuh ins eigene Tor ab.

Machtlos. Kotschnew, der auch vor einem Jahr gegen die Kanadier im Tor stand, machte im zweiten Abschnitt Platz für Robert Müller. Es dauerte keine vier Minuten, bis der Kölner bei deutscher Unterzahl machtlos gegen den zweiten Treffer von Staal war. Erfolgreich waren im zweiten Drittel zudem Derek Roy (33.) und Jamal Mayers (39.) nach einem missglückten Ausflug von Müller. Für das erste zweistellige Resultat dieser WM sorgte Mike Green (42.) im Schlussabschnitt.

Keine Unmutsbekundungen. Zwei Tage nach den deutschen Fan-Protesten gegen DEB-Sportdirektor Franz Reindl beim 4:6 gegen die USA blieben Unmutsbekundungen trotz des Resultates diesmal aus. Allerdings waren die deutschen Anhänger unter den 9.182 Zuschauern auch zahlenmäßig nicht so stark vertreten wie bisher. Bundestrainer Uwe Krupp hatte seine harsche Kritik an den Fans vor der Partie zudem relativiert und als zu drastisch und zu pauschal bezeichnet.


Fakten

Vom 2. bis zum 18. Mai spielen die besten 16 Eishockey-Nationen der Welt in Kanada den WM-Titel aus.

Spielorte sind die kanadischen Städte Quebec und Halifax

Die Gruppen:
A -Schweden, Weißrussland, Schweiz Frankreich
B - Kanada, USA, Lettland, Slowenien
C - Finnland, Slowakei, Deutschland, Norwegen
D - Russland, Tschechien, Dänemark, Italien

Foto

Foto © APA

Dany Heatley( CAN) und Sebastian Osterloh (GER)Foto © APA

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