Eishockey-WM: Kanadier fegten Deutsche vom Eis
Für das deutsche Eishockey-Team hat es in der WM-Zwischenrunde eine bittere Niederlage gesetzt. Die DEB-Auswahl musste sich Gastgeber Kanada 1:10 geschlagen geben, womit der Traum vom Viertelfinale geplatzt ist.

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Eishockey-WM-Gastgeber Kanada hat am Samstag
in Halifax einen 10:1-Kantersieg über Deutschland gefeiert. Durch das
Debakel haben die Deutschen die letzte Chance auf das Viertelfinale
verspielt und können sich auch nicht mehr direkt für die Olympischen
Winterspiele 2010 in Vancouver qualifizieren. Den neunten Startplatz
sicherte sich Weißrussland. Deutschland hat aber noch die Chance, das
Olympia-Ticket daheim bei einem Qualifikationsturnier zu lösen.
Höchste Niederlage seit 17 Jahren.
Rekordweltmeister und Titelverteidiger Kanada fügte der
DEB-Auswahl die höchste Länderspiel-Niederlage seit mehr als 17
Jahren zu. Den Ehrentreffer erzielte Frank Hördler (49.) erst beim
Stand von 0:10. Ein Jahr nach dem knappen 2:3 bei der WM in Moskau
waren die Deutschen von Beginn an völlig chancenlos gegen den
24-fachen Champion, bei dem der vierfache Torschütze Eric Staal
(17./24./29./36.) herausragte.
Eigentor.
Jason Spezza (6.), Dany Heatley (14.) mit seinem siebenten WM-Tor
und Staal überwanden schon im ersten Drittel Torhüter Dimitrij
Kotschnew bei dessen erstem Einsatz in Kanada. Kurz vor der ersten
Pausensirene lenkte Hördler (20.) zu allem Überfluss noch einen
Schuss von Patrick Sharp per Schlittschuh ins eigene Tor ab.
Machtlos.
Kotschnew, der auch vor einem Jahr gegen die Kanadier im Tor
stand, machte im zweiten Abschnitt Platz für Robert Müller. Es
dauerte keine vier Minuten, bis der Kölner bei deutscher Unterzahl
machtlos gegen den zweiten Treffer von Staal war. Erfolgreich waren
im zweiten Drittel zudem Derek Roy (33.) und Jamal Mayers (39.) nach
einem missglückten Ausflug von Müller. Für das erste zweistellige
Resultat dieser WM sorgte Mike Green (42.) im Schlussabschnitt.
Keine Unmutsbekundungen.
Zwei Tage nach den deutschen Fan-Protesten gegen DEB-Sportdirektor
Franz Reindl beim 4:6 gegen die USA blieben Unmutsbekundungen trotz
des Resultates diesmal aus. Allerdings waren die deutschen Anhänger
unter den 9.182 Zuschauern auch zahlenmäßig nicht so stark vertreten
wie bisher. Bundestrainer Uwe Krupp hatte seine harsche Kritik an den
Fans vor der Partie zudem relativiert und als zu drastisch und zu
pauschal bezeichnet.
Features
Fakten
Vom 2. bis zum 18. Mai spielen die besten 16 Eishockey-Nationen der Welt in Kanada den WM-Titel aus.
Spielorte sind die kanadischen Städte Quebec und Halifax
Die Gruppen:
A -Schweden, Weißrussland, Schweiz Frankreich
B - Kanada, USA, Lettland, Slowenien
C - Finnland, Slowakei, Deutschland, Norwegen
D - Russland, Tschechien, Dänemark, Italien
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Dany Heatley( CAN) und Sebastian Osterloh (GER)Foto © APA












