Winter/Petutschnig holen Gold
Lorenz Petutschnig und Tobias Winter gewannen bei der Beachvolleyball-U20-EM in Hartberg für Österreich Gold. Die Veranstaltung beeindruckte Spieler, Fans und Offizielle.

Foto © GEPALorenz Petutschnig (links) und Tobias Winter
Eines war schon vor dem großen Finale bei der Beachvolleyball-U20-Europameisterschaft in Hartberg klar: Es gibt definitiv österreichische Sieger - und zwar die Veranstalter, das Team des TSV Hartberg. Der Aufwand, der für diese vier Tage geleistet wurde, hatte großen Dank zur Folge - in Form von sportlichen Topleistungen und einem bummvollen Hauptplatz. "So ein Turnier haben wir noch nicht oft erlebt. Wir sind überwältigt. Wenn sich Hartberg in Zukunft bei uns bewerben sollte, kehren wir gerne wieder hierher zurück", sagte Henrique Gomes, technischer Delegierter des europäischen Verbandes CEV.
Dass es im Herren-Finale noch eine Draufgabe aus rot-weiß-roter Sicht gab, passte zum sensationellen Rahmen. Dort setzten sich nämlich Lorenz Petutschnig und Tobias Winter durch. Auf dem Weg zu Gold gewann das Duo, das die Zuseher mit ihren Emotionen begeisterte, alle acht Spiele. Lorenz Petutschnig aus Bad Sauerbrunn im Burgenland, der heuer mit Thomas Kunert auf der World Tour erste Erfolge gefeiert hatte und auch beim Grand Slam in Klagenfurt in der Qualifikation angetreten war, konnte seine Rührung nicht verbergen: "Das ganze Jahr habe ich nur über diese EM nachgedacht. Was die Organisatoren rund um Markus Gaugl geleistet haben, ist unbeschreiblich. Heute ist der schönste Tag in meinem Leben. Hartberg ist geiler als Klagenfurt."
Auch sein Partner Tobias Winter, der in Aschbach (NÖ) zu Hause ist, blies ins selbe Horn: "Ich habe draußen gezittert, weil die Stimmung so genial war. Aber auf dem Platz haben uns die Zuseher wie auf einer Welle getragen. Das liebe ich."
Kleine Mittel, großer Erfolg
Mit Rang fünf zufriedengeben mussten sich die Titelverteidigerinnen Katharina Schützenhöfer und Lena Plesiutschnig. "Der Druck war zu groß. Ich bin überzeugt, dass sie bei der U21-WM in Kanada in zwei Wochen befreiter aufspielen", sagt Nachwuchs-Nationaltrainer Stefan Hömberg. "Unser Ziel in Hartberg war es, sich bei Damen und Herren für die U21-WM 2013 zu qualifizieren, das haben wir geschafft."
Sogar mehr als das - obwohl teilweise Trainingslager aus der eigenen Tasche bezahlt wurden. Vielleicht schöpft man nach der erfolgreichen EM das vorhandene Potenzial in Zukunft noch besser aus. Bei Polen (Gold, Silber und Bronze) ist der Erfolg nämlich kein Zufall. Sie haben ein rund zehn Mal höheres Budget als die Österreicher.












