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Zuletzt aktualisiert: 22.07.2012 um 21:23 UhrKommentare

"Wir kämpfen um weitere vier Jahre"

Nach dem Finale des Grand Slam in Klagenfurt sprach Jagerhofer über die Zukunft des Turniers am Wörthersee, den fehlenden Plan B und das "Anfütterungsverbot".

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Quelle © beachbilanz.jpg | Foto: Kleine.tv Jagerhofer: "Ängste meines Lebens durchgestanden"

Der Grand Slam 2012 ist Geschichte. Und er ist auch für die Geschichtsbücher?
HANNES JAGERHOFER: Es war das schwierigste Wochenende, das wir je hatten. Allein den VIP-Klub am Samstag zu räumen war brutal, da wir ja keine Ahnung hatten, wie die Reaktionen sein würden. Doch alle zeigten Verständnis, da es zu gefährlich war. Nicht auszudenken, es hätte ein Blitz einen Zuschauer auf dem Floß getroffen...

Es stand auch fast das gesamte Gelände unter Wasser. Hatten Sie Angst, es könnte gar nichts mehr gehen?
JAGERHOFER: Eindeutig Ja. Vor allem als ein Court nach dem anderen nicht mehr bespielbar war, das Wasser immer höher stieg. Ich muss mich bei meinem Team bedanken, es hat fast Unmenschliches geleistet. Gleich nach dem Turnier gehe ich auf die Suche nach jenem Rad, mit dem der Wasserstand des Wörthersees gesenkt werden kann.

Können Sie das ein bisschen genauer erklären?
JAGERHOFER: Der Wasserstand des Sees ist gestiegen. Es gibt aber die Möglichkeit, den Pegel, durch einen Abfluss, zu senken. Über das müssen wir sofort mit den Verantwortlichen reden.

Gab es eigentlich einen Plan B, wenn es keine Möglichkeit zur Fortsetzung des Turniers gegeben hätte?
JAGERHOFER: Nein, ich muss zugeben, wir wären völlig am falschen Fuß erwischt worden. Es war wie in einem schlechten Film, wo es keinen Ausweg gibt. Wir hätten nur die Spieler und das Equipment in Lkw packen können und nach Lignano fahren und dort spielen.

Das ist jetzt ein Scherz?
JAGERHOFER: Nein, etwas anderes wäre mir nicht eingefallen.

Was heißt das für die Zukunft?
JAGERHOFER: Bevor wir drüber reden, müssen wir die Zukunft am Wörthersee fixieren. Der Vertrag mit allen Partnern ist nach dem letzten Ballwechsel ausgelaufen. Die Gespräche für vier weitere Jahre ab 2013 laufen. Es schaut sehr positiv aus, aber unterschrieben ist noch nichts. Auch mit so großen Geldgebern wie ERGO und A1 muss ich erst reden. Andere Sponsoren wie Steyr wollen weitermachen.

Ist eine Weltmeisterschaft noch im Bereich des Möglichen?
JAGERHOFER: Der Weltverband würde sie uns gerne geben. Aber die Lizenzgebühr beträgt 1,5 Millionen Dollar. Das ist nicht machbar. Für einen Grand Slam zahlen wir 350.000. Mir würde auch eine Europameisterschaft sehr gefallen.

Wegen des sogenannten "Anfütterungsverbots" kamen heuer einige Personen nicht. Ihre Meinung zu dieser Regelung?
JAGERHOFER: Sie ist einfach ein Wahnsinn. Es muss endlich eine klare Regelung her. Es darf keine Frage sein, was eine Karte kostet. Beim Fußball gibt es auch eine sehr gute Verpflegung, aber da das Stadion schon steht, ist der Eintritt billiger. Wir müssen um viel Geld ein Zelt aufstellen, daher ist das Ticket teurer.

INTERVIEW: JOSCHI KOPP

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Traussnig/KLZ

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