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Zuletzt aktualisiert: 04.07.2012 um 21:40 UhrKommentare

Jugend ist heiß aufs Baggern

"Mister Beachvolleyball" Hannes Jagerhofer sieht kein Ende des Hypes um die Sandkastenspiele. Die gehen in Klagenfurt wieder vom 17. bis 22. Juli über die Bühne.

Foto © ACTS/Ranz

Als Hannes Jagerhofer 1996 erstmals ein Beachvolleyball-Turnier in Klagenfurt veranstaltete, wussten nur die Allerwenigsten, um welche Sportart es sich handelte. Vom 17. bis 22. Juli geht nun im Strandbad Klagenfurt die 16. Auflage des Grand-Slam-Events über die Bühne. Mittlerweile liegt der Bekanntheitsgrad der Sandspiele, zumindest bei der Jugend, bei 98 Prozent.

"Schuld daran, zum Glück für uns, sind die Social Networks wie Facebook. Da kommunizieren die Jungen über unsere Veranstaltung. Und die Mädels und Burschen sind nach wie vor heiß aufs Baggern", weiß Jagerhofer ganz genau. Den Beweis dafür lieferte dem Feldkirchner ein Test in der HTL St. Pölten: "Dort gibt es 3000 Schüler. Der Direktor erlaubte uns, ein Gewinnspiel zu initiieren. Wir hatten drei Tage Zeit, Werbung für das Turnier zu machen, die Mädchen und Burschen auf den Schulhof zu holen, damit sie an Tickets kommen. Über 1000 machten mit."

Aber auch "Mister Beachvolleyball" weiß: "Das Event funktioniert nur, wenn wir es jährlich adaptieren, die Fans noch mehr einbauen. Obwohl und das bisher ganz gut gelingt, wird das Wachstumspotenzial immer kleiner." Angst vor einem Ende des Hypes hat der Veranstalter aber nicht: "Für die nächsten zehn Jahre mache ich mir keine Sorgen."

Wie Bernie Ecclestone

Daher sieht sich der 50-Jährige auch in zehn Jahren noch als OK-Chef über die Sandkiste laufen: "Wenn Bernie Ecclestone mit 80 Jahren noch die Formel 1 veranstalten kann, kann ich doch mit 60 Lenzen noch Beachvolleyball machen. Ich bin und werde nicht so schnell sandmüde sein."

Zwei Dinge geben Jagerhofer große Sicherheit: die Anfragen der jungen Menschen beim Event mitarbeiten zu dürfen und die Anfragen der Sponsoren. "Bis zu 200 junge Leute bieten sich jährlich als Mitarbeiter an. Dazu ist das Interesse von Geldgebern groß. Es gibt schon einige, die im nächsten Jahr einsteigen wollen."

Von den Neuen in diesem Jahr stechen zwei heraus: Steyr und Geberit. Die einen sind bekannt für Traktoren, die anderen für das stille Örtchen. "Steyr will die Jungbäuerinnen und Jungbauern für unseren Sport begeistern, Geberit macht auch aus unserem stillen Örtchen eine Wellness-Oase", verriet der Kärntner.

Ohne Umschweife gibt er auch zu: "Die Location im Strandbad in Klagenfurt macht 85 Prozent des Erfolges der Veranstaltung aus."

JOSCHI KOPP

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