Den US-Olympiasiegern gefällt es am See
Die US-Favoriten Todd Rogers und Phil Dalhausser sind ein eingespieltes Team - bis 2013 wollen sie zusammenspielen. Die Titelverteidiger fühlen sich derzeit am Kärnter Wörthersee pudelwohl.

Foto © APAPhil Dalhauser und Todd Rodgers werden als Favoriten gehandelt
Die US-Olympiasieger Todd Rogers/Phil Dalhausser sind seit Jahren eines der tonangebenden Teams im Beach-Volleyball-Zirkus. Das Erfolgsduo bleibt noch bis nach den Olympischen Spielen in London zusammen, der dann 40-jährige Rogers wird seine Karriere bis 2013 fortsetzen. Der Kalifornier und sein 30-jähriger Partner, die sich am Wörthersee pudelwohl fühlen, sind in Klagenfurt Titelverteidiger und nach einer tollen Saison die erklärten Topfavoriten.
"Natürlich hoffen wir, wieder zu gewinnen, aber man kann es nicht erwarten. Es ist niemals leicht, wenn wir nicht auf Topniveau spielen, dann werden wir nicht gewinnen, denn die Konkurrenz ist stark", sagte Rogers im Gespräch mit der APA.
"Klagenfurt ist das beste Turnier"
Der begnadete Abwehrspieler und sein 2,06 m großer Partner standen in Klagenfurt am Samstag als Gruppensieger bereits im Achtelfinale. Die beiden Topspieler streuten dem Grand-Slam-Turnier gehörig Rosen. "Klagenfurt ist und war in den vergangenen zehn Jahren, in denen ich hier spiele, immer das beste Turnier. Die Fans und die Atmosphäre ist unglaublich und auch die Organisation, die Unterbringung und natürlich der See sind wirklich toll", betonte etwa Rogers.
Der Olympia-Titel 2008, WM-Gold 2007 und zahlreiche Turniersiege auf der World- und der AVP-Tour sind die wichtigsten Einträge auf der langen Erfolgsliste der US-Teams. Heuer zeugen fünf Turniersiege bei neun Antritten auf der FIVB-Tour und vier Titel auf der US-Serie von einer selbst für ihre Maßstäbe ungewöhnlichen Saison.
Dieser Lauf soll auch in Kärnten weitergehen. "Das ist eines unserer besten Jahre bisher. 2009 war schwieriger, wir waren nach der harten Olympia-Saison müde. Aber heuer läuft es sehr gut und wir haben auch hier gut begonnen", erklärte der "Professor" genannte Rogers, der ein Religionswissenschaftsstudium abgeschlossen hat.
"Eines der besten Jahre bisher"
Mit "The Thin Beast" Dalhausser möchte er noch drei Jahre weiterspielen, die Olympia-Titelverteidigung in London ist das erklärte Ziel und danach soll noch ein Jahr angehängt werden, die Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro seien aber für ihn kein Thema mehr. "London 2012, ja das ist der Plan. Ende 2013 bin ich dann 40, das ist ein guter Zeitpunkt, um aufzuhören. In Rio werde ich nicht mehr spielen", bekräftigte Rogers.
Für den zweifachen Familienvater sind in einem Turnierjahr nicht etwa die Topleistungen am laufenden Band am forderndsten, sondern die häufigen Reisen. Das Pendeln zwischen der großteils in Europa stattfindenden World-Tour und der US-Serie sei ungleich anstrengender als die von April bis Oktober beinahe allwöchentlichen Matches. "Die Reisen und der Jetlag sind der härteste Part. Wir sind wirklich sehr viel unterwegs. Heuer haben wir schon mehr FIVB-Turniere als gewöhnlich gespielt, wir werden nach Klagenfurt nur mehr zwei, drei machen und wollen dann nach Hause", sagte der US-Amerikaner.












