Finanzierung der WM-Bewerbung 2013 offen
Das Turnier in Klagenfurt ist bis 2012 gesichert, eine WM würde jedoch 2,5 Millionen mehr kosten. Alternativ kämen als Austragungsort die Wiener Donauinsel oder das Salzkammergut in Frage.

Foto © Reuters
Die angepeilte Austragung der Beach-Volleyball-Weltmeisterschaft 2013 in Klagenfurt steht auf der Kippe. Veranstalter Hannes Jagerhofer ringt für die Bewerbung, die 2,5 Millionen Euro mehr kostet als das derzeitige World-Tour-Turnier, noch mit der Finanzierung und auch der Standortwahl. Bis 2012 ist das Grand-Slam-Event in Kärnten aber gesichert.
Alternativen in Wien und dem Salzkammergut
Jagerhofer möchte die WM 2013 zwar nach Kärnten holen, aufgrund noch ausstehender Zusagen der öffentlichen Hand bleibt aber auch das Ausweichen in andere Bundesländer ein Thema. So könnte etwa die Wiener Donauinsel oder das Salzkammergut zu WM-Ehren kommen und auch unabhängig von der WM den Grand Slam ab 2012 austragen.
"Wir überlegen uns derzeit intensiv, wie wir die Finanzierung zustande bekommen. Wir führen Gespräche mit dem Land Kärnten und der Stadt Klagenfurt und alle kämpfen dafür, aber es stellt sich die Frage, ob wir das finanziell schaffen, immerhin kostet eine WM 2,5 Millionen mehr", sagte Jagerhofer im Gespräch mit der APA. Auch die Suche nach Sponsoren gestalte sich wegen der angespannten Wirtschaftslage als schwierig. Der Event-Manager führt während der zum bereits 14. Mal stattfindenden Veranstaltung am Wörthersee laufend Gespräche mit den Entscheidungsträgern vom Landeshauptmann abwärts.
Vergabe der WM im Oktober
Vorerst hat man eine WM-Bewerbung mit dem Austragungsort Österreich abgegeben, dieser müsse in einigen Wochen aber präzisiert werden. Der Weltverband entscheidet im Oktober über die Vergabe, es gibt fünf Mitbewerber, darunter mit Russland einen starken. Jagerhofer rechnet sich dennoch beste Chancen aus, der Zeitdruck und die unsichere Finanzierung gefährden das Projekt aber. "Diese Kombination macht das Ganze schwierig. Der Weltverband wartet nicht auf uns. Bis September müssen wir einen Veranstaltungsort angeben, dann geht die WM-Tür für lange Zeit zu", so Jagerhofer.
Denn die WM wird 2013 wohl letztmals im Rahmen eines Zweijahresrhythmus stattfinden. Der Weltverband FIVB plant danach den Umstieg auf WM-Turniere alle vier Jahre und favorisiert dafür andere Kontinente als Austragungsorte. 2011 finden die Titelkämpfe in Rom statt, Klagenfurt war zuletzt 2001 WM-Ausrichter. Dementsprechend wäre die übernächste WM die für lange Zeit wohl letzte Möglichkeit, die Großveranstaltung auszutragen.
Falls der Standort Klagenfurt dafür nicht realisierbar ist, könnte laut Jagerhofer auf Wien, das Salzkammergut oder eine andere Variante ausgewichen werden. "Dann wäre der Wunschplatz für die WM sicherlich die Wiener Donauinsel. Das ist eine tolle Umgebung für eine Weltmeisterschaft", betonte der gebürtige Kärntner. In dieser Woche wird Jagerhofer noch mit Interessenten aus den anderen Bundesländern zusammentreffen und die Möglichkeiten ausloten.














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