Beachvolleyball in Klagenfurt: Party die ganze Nacht
In der Beachvolley-Zeltstadt geht es rund. Noch nie campten so viele Fans beim Event.

Foto © GEPA
Neuer Rekord! Der Campingplatz für die Beachvolleyball-Fans quillt über. 800 Zelte, so viele wie noch nie zuvor, wurden von den Veranstaltern in der Zeltstadt auf der Wiese vor der Klagenfurter Seebühne und im Europapark gezählt. Die tausenden Besucher dort haben ein Motto, dass sie lautstark grölen und auch leben: "Wir feiern die ganze Nacht!" Es wird auf den Tischen getanzt, geflirtet und massenweise Alkohol getrunken.
Einige Beach-Freaks haben sich sogar ihr eigenes kleines Imperium innerhalb des Campingplatzes aufgebaut. "Wir haben einen Kühlschrank, eine Kaffeemaschine, eine Stereoanlage und einen eigenen Pool mit Schaumbad mitgebracht", sagt ein St. Pöltener Fan, der schon seit drei Jahren an das Ufer des Wörthersees pilgert und seit anfang der Woche die Zeltstadt bewohnt. Gerade erst angekommen sind vier Mädchen aus Linz. Beim Zeltaufbau haben sie nicht lange auf Hilfe warten müssen: Ein junger Klagenfurter ist ihnen bei der Errichtung des mannshohen Zeltes zur Hand gegangen und darf nun zur Belohnung mit ihnen feiern. "Es ist toll hier. Es herrscht richtige Festivalstimmung, wie am Frequency", sagt eine. Leere Dosen und Plastikflaschen stecken die Mädchen vorbildlich in die dafür ausgeteilten Müllsäcke. Doch nicht alle sind so umweltbewusst und so sieht man auch einiges an Müll zwischen den Zelten.
Die Bezeichnung Stadt hat das Beachvolleyball-Camp wahrlich verdient. Es ist nämlich reichlich Infrastruktur auf der Wiese vorhanden. Neben Duschcontainern, einer Barbecue-Zone für mitgebrachtes Grillgut und einer Handyladestation, gibt es einen Wäscheservice, bei dem die Fans ihre schmutzige Kleidung abgeben und am nächsten Tag sauber wieder abholen können. In der Früh wurden die hungrigen Mäuler mit 2000 gratis Frühstückssackerln der Bäckerei Legat gestopft.
Wildes Campen
Einige hundert Meter weiter, auf der Wiese gegenüber von Minimundus, sieht es weniger rosig aus. Dort haben jene Camper, die in der restlos überfüllten Zeltstadt keinen Platz mehr gefunden haben, ihre Zelte aufgeschlagen. Hier gibt es keine Toiletten und Duschmöglichkeiten. Die Notdurft wird im angrenzenden Feld verrichtet. "Das ist kein offizieller Zeltplatz. Die Wiese ist öffentliches Gut, das der Stadt gehört. Wir dulden die Camper während des Beachvolleyball Grand Slams und haben jetzt veranlasst, dass WC-Anlagen aufgestellt werden", sagt Herbert Taschek, Tourismusreferent der Stadt Klagenfurt. Bis dahin sind sieben Vorarlberger aus Hittisau nach eigenen Angaben die einzigen, die auf der Wiese ein Klo besitzen. Ihr Campingwagen, den sie als "Lovemobil" bezeichnen, ist nämlich voll ausgestattet und für solche Fälle gerüstet.
Großer Andrang herrschte am Freitag nicht nur auf den Campingplätzen rund um den Centercourt, sondern auch im Klagenfurter Strandbad, wo es bereits um 8.30 wegen Überfüllung, "nichts geht mehr" hieß.













