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Zuletzt aktualisiert: 01.08.2008 um 19:07 UhrKommentare

Zwischen Genie und Wahnsinn

Mit Top-Beachvolleyball ziehen Doppler/Gartmayer ins Achtelfinale ein. Gosch/Horst und Huber/Bläuel scheitern.

Peter Gartmayer und Clemes Doppler haben Grund zur Freude

Foto © GEPAPeter Gartmayer und Clemes Doppler haben Grund zur Freude

Mit Clemens Doppler/Peter Gartmayer steht lediglich ein österreichisches Herrenteam im Achtelfinale des Beach-Volleyball-Grand-Slams am Wörthersee. Die Ex-Europameister feierten am Freitagabend in der Zwischenrunde am Center Court bei teils leichtem Regen einen klaren Zweisatzerfolg über die Spanier Lario/Gavira. Die österreichischen Olympiastarter Florian Gosch/Alexander Horst mussten sich ebenso wie die überraschend in die Zwischenrunde vorgestoßenen Alexander Huber/Felix Bläuel aus dem Turnier verabschieden.

Überzeugend. Doppler/Gartmayer zeigten sich gegen die Spanier wie ausgewechselt und gewannen in überzeugender Manier. "Wir haben stark gespielt, es war aber nervlich schon anstrengend", erklärte Gartmayer. Die beiden hatten zuvor ihr drittes Gruppenspiel gegen die Norweger Kjemperud/Skarlund 2:1 gewonnen, den direkten Aufstieg ins Achtelfinale aber verpasst. "Die ersten Spiele waren durchwachsen, ich bin erleichtert, dass wir dieses so glatt gewonnen haben", fügte Gartmayer, der seine Leistungen zuvor nicht zu Unrecht sehr kritisch sah, an.

Achtelfinale. Im Achtelfinale am Samstag trifft das ÖVV-Duo auf die Brasilianer Franco/Benjamin. "Wieder Brasilianer, das ist in Klagenfurt fast schon obligatorisch. Wenn wir daran anknüpfen können, kann kommen wer will", meinte Clemens Doppler. "Scheinbar können wir mit Druck gut umgehen, wir wollten hier nicht als 17. ausscheiden", sagte der Oberösterreicher. "Es macht einfach Spaß hier zu spielen, die Fans sind ein Wahnsinn", lobte der 27-Jährige die tausenden Zuschauer, die den Center Court, trotz einsetzenden Schlechtwetters, bis auf einige wenige leere Plätze fast zur Gänze füllten.

Ausgeschieden. Gosch/Horst hatten mit Pitman/Lochhead aus Neuseeland ein vermeintlich gutes Zwischenrunden-Los erwischt, vermochten die Chance auf ihren ersten Top-Ten-Platz der Saison jedoch nicht zu nutzen und verloren überraschend glatt in zwei Sätzen (-15,-19). "Die Neuseeländer haben stark gespielt, wir sind leider unter unseren Möglichkeiten geblieben", meinte ein enttäuschter Florian Gosch. Österreichs Nummer 2 war am Nachmittag im dritten Spiel den US-Amerikanern Williams/Metzger im Duell um den Gruppensieg 0:2 unterlegen. "Schade, aber wir werden es dafür in Peking krachen lassen", versprach Horst.

Platz drei. Lokalmatador Alexander Huber und sein niederösterreichischer Partner Felix Bläuel hatten mit dem Erreichen der Zwischenrunde ihr bis dato bestes Ergebnis auf der World Tour verbucht und waren den Brasilianern Bruno/Maciel wenig überraschend nicht gewachsen. Die U23-Europameister von 2006, die für Klagenfurt eine Wildcard erhalten hatten, mussten sich 0:2 geschlagen geben. Das junge ÖVV-Team belegte wie Gosch/Horst Rang 17.


Zitat

"Wir sind so zwischen Genie und Wahnsinn. Wenn man die ersten drei Spiele gesehen hat, hätte man nie geglaubt, dass wir so spielen können."
Clemens Doppler

Ergebnisse

Damen - Achtelfinale:
Navakova/Tobiasova (CZE-32) - Doris Schwaiger/Stefanie Schwaiger (AUT-9) 2:0 (17,22)

Herren:
Gruppe Q: Clemens Doppler/Peter Gartmayer (AUT-9) - Kjemperud/Skarlund (NOR-8) 2:1 (-20,17,11)
Clemens Doppler/Peter Gartmayer (AUT-9) - Lario/Gavira (ESP-18) 2:0 (17,13), Lochhead/Pitman (NZL-19) - Florian Gosch/Alexander Horst (AUT-10) 2:0 (15,19) Gruppe K: Lario/Gavira (ESP-18) - Alexander Huber/Felix Bläuel (AUT-31) 2:1 (12,-19,13), Bruno/Maciel (BRA-16) - Alexander Huber/Felix Bläuel (AUT-31) 2:0 (18,12

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