Zwischen Genie und Wahnsinn
Mit Top-Beachvolleyball ziehen Doppler/Gartmayer ins Achtelfinale ein. Gosch/Horst und Huber/Bläuel scheitern.

Foto © GEPAPeter Gartmayer und Clemes Doppler haben Grund zur Freude
Mit Clemens Doppler/Peter Gartmayer steht
lediglich ein österreichisches Herrenteam im Achtelfinale des
Beach-Volleyball-Grand-Slams am Wörthersee. Die Ex-Europameister
feierten am Freitagabend in der Zwischenrunde am Center Court bei
teils leichtem Regen einen klaren Zweisatzerfolg über die Spanier
Lario/Gavira. Die österreichischen Olympiastarter Florian
Gosch/Alexander Horst mussten sich ebenso wie die überraschend in die
Zwischenrunde vorgestoßenen Alexander Huber/Felix Bläuel aus dem
Turnier verabschieden.
Überzeugend. Doppler/Gartmayer zeigten sich gegen die Spanier wie ausgewechselt
und gewannen in überzeugender Manier. "Wir haben stark gespielt, es
war aber nervlich schon anstrengend", erklärte Gartmayer. Die beiden
hatten zuvor ihr drittes Gruppenspiel gegen die Norweger
Kjemperud/Skarlund 2:1 gewonnen, den direkten Aufstieg ins
Achtelfinale aber verpasst. "Die ersten Spiele waren durchwachsen,
ich bin erleichtert, dass wir dieses so glatt gewonnen haben", fügte
Gartmayer, der seine Leistungen zuvor nicht zu Unrecht sehr kritisch
sah, an.
Achtelfinale. Im Achtelfinale am Samstag trifft das ÖVV-Duo auf die Brasilianer
Franco/Benjamin. "Wieder Brasilianer, das ist in Klagenfurt fast
schon obligatorisch. Wenn wir daran anknüpfen können, kann kommen wer
will", meinte Clemens Doppler. "Scheinbar können wir mit Druck gut
umgehen, wir wollten hier nicht als 17. ausscheiden", sagte der
Oberösterreicher. "Es macht einfach Spaß hier zu spielen, die Fans
sind ein Wahnsinn", lobte der 27-Jährige die tausenden Zuschauer, die
den Center Court, trotz einsetzenden Schlechtwetters, bis auf einige
wenige leere Plätze fast zur Gänze füllten.
Ausgeschieden.
Gosch/Horst hatten mit Pitman/Lochhead aus Neuseeland ein
vermeintlich gutes Zwischenrunden-Los erwischt, vermochten die Chance
auf ihren ersten Top-Ten-Platz der Saison jedoch nicht zu nutzen und
verloren überraschend glatt in zwei Sätzen (-15,-19). "Die
Neuseeländer haben stark gespielt, wir sind leider unter unseren
Möglichkeiten geblieben", meinte ein enttäuschter Florian Gosch.
Österreichs Nummer 2 war am Nachmittag im dritten Spiel den
US-Amerikanern Williams/Metzger im Duell um den Gruppensieg 0:2
unterlegen. "Schade, aber wir werden es dafür in Peking krachen
lassen", versprach Horst.
Platz drei. Lokalmatador Alexander Huber und sein niederösterreichischer
Partner Felix Bläuel hatten mit dem Erreichen der Zwischenrunde ihr
bis dato bestes Ergebnis auf der World Tour verbucht und waren den
Brasilianern Bruno/Maciel wenig überraschend nicht gewachsen. Die
U23-Europameister von 2006, die für Klagenfurt eine Wildcard erhalten
hatten, mussten sich 0:2 geschlagen geben. Das junge ÖVV-Team belegte
wie Gosch/Horst Rang 17.
Features
Zitat
"Wir sind so zwischen Genie und Wahnsinn. Wenn man die ersten drei Spiele gesehen hat, hätte man nie geglaubt, dass wir so spielen können."
Clemens Doppler
Ergebnisse
Damen - Achtelfinale:
Navakova/Tobiasova (CZE-32) - Doris Schwaiger/Stefanie Schwaiger
(AUT-9) 2:0 (17,22)
Herren:
Gruppe Q: Clemens Doppler/Peter Gartmayer (AUT-9) - Kjemperud/Skarlund (NOR-8)
2:1 (-20,17,11)
Clemens Doppler/Peter Gartmayer (AUT-9) - Lario/Gavira (ESP-18) 2:0
(17,13),
Lochhead/Pitman (NZL-19) - Florian Gosch/Alexander Horst (AUT-10) 2:0
(15,19)
Gruppe K: Lario/Gavira (ESP-18) - Alexander Huber/Felix Bläuel (AUT-31) 2:1
(12,-19,13), Bruno/Maciel (BRA-16) - Alexander Huber/Felix Bläuel (AUT-31) 2:0
(18,12
Fotoserien
Foto

Paltz neun für die Schwaiger-SistersFoto © GEPA











