Sinkewitz: "Habe keine Namen genannt"
Patrick Sinkewitz will seinen früheren Teamkollegen nicht verpfiffen haben. Contador bestreitet sogar Doping ab.

Foto © APAPatrick Sinkewitz
Der wegen Dopings gesperrte deutsche Radprofi
Patrik Sinkewitz hat bestritten, seinen früheren Teamkollegen und
Landsmann Andreas Klöden belastet zu haben. Der damalige
T-Mobile-Fahrer Sinkewitz war während der Tour de France 2006 zum
Blutdoping zur Universitätsklinik Freiburg gereist. Zur Frage, ob der jetzige Astana-Fahrer Klöden auch dabei gewesen war, wollte sich
Sinkewitz in einem Interview der "Bild"-Zeitung (Mittwoch-Ausgabe)
nicht äußern.
Anwalt eingeschaltet. Sinkewitz betonte aber: "Ich habe definitiv nichts Konkretes über
Dopingpraktiken anderer Fahrer ausgesagt. Ich kenne die Quellen nicht oder was spekuliert wird." Die "Süddeutsche Zeitung" hatte von einer Aussage des Doping-Kronzeugen Sinkewitz berichtet, wonach Klöden und der ebenfalls früher bei T-Mobile fahrende Deutsche Matthias Kessler ihn nach dem Prolog der Tour 2006 von Straßburg nach Freiburg begleitet hätten. Der Freiburger Staatsanwalt Wolfgang Maier war mit den Worten zitiert worden, Sinkewitz habe bei seiner Vernehmung die Namen anderer Radprofis genannt.
Klöden hatte daraufhin am Wochenende mitgeteilt, er habe seine
Rechtsanwälte gebeten, den Sachverhalt aufzuklären. Aus dem Astana-Team hieß es, Klöden habe glaubhaft versichert, mit dem Vorgang nichts zu tun gehabt zu haben.
Vorwürfe abgestritten. Sinkewitz kann nach Ablauf seiner Sperre ab 18. Juli wieder Rennen fahren. Die finanziellen Einbußen durch seine Doping-Affäre
bezifferte er auf "wohl über eine Million". Die einjährige Sperre des ebenfalls als Doping-Kronzeugen aufgetretenen Jörg Jaksche endet
bereits am 30. Juni. Der letztjährige Tour-Sieger Alberto Contador rechnet nicht mehr damit, seinen Titel verteidigen zu können. Veranstalter ASO hatte angekündigt, die personell nahezu komplett veränderte Astana-Mannschaft wegen der Doping-Skandale im vergangenen Jahr nicht einzuladen. Klödens spanischer Mannschaftskollege wies in der "Welt" (Mittwoch-Ausgabe) erneut alle Vorwürfe gegen seine Person zurück. "Meine Kollegen hatten, genau wie ich, nichts zu tun mit den Skandalen 2007", sagte der ehemalige Discovery-Fahrer Contador.
















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