"Brille" als Sitzgelegenheit
Stefan Koubek liegt noch immer in einer Privatklinik. Er kann nur auf Klo, aber nicht auf einem Stuhl sitzen.

Foto © GEPAStefan Koubek
Am Sonntag ließ sich Stefan Koubek mit extremen Rückenschmerzen in eine Wiener Privatklinik bringen: "Beim Turnier in Zagreb blieb ich vor einem Schlag auf dem komischen Boden picken, hab´ dann die Hüfte wohl zu stark überdreht." Bis Dienstag trat noch keine Besserung ein, was den 31-Jährigen "immer unrunder werden lässt. Trotz Infusionen und Infiltrationen tut sich gar nichts. Die Schmerzen sind gleich geblieben".
Schmerzfrei am Klo. Daher gab es am Dienstag weitere Untersuchungen. "Die Resultate gibt es aber frühestens am Mittwoch", berichtete der Villacher, der "problemlos stehen und liegen, aber nicht sitzen kann. Wenn Druck auf den Hintern kommt, ist es nicht mehr aus zu halten. Wenn mich meine Liebste oder Freunde besuchen kommen, muss ich mit ihnen stehend Kaffee trinken. Auch Essen geht nur so." Trotzdem nimmt es Koubek mit Humor: "Der angenehmste Platz ist für mich derzeit die Toilette. Auf der Klo-Brille kann ich schmerzfrei sitzen, weil sie in der Mitte das Loch hat. Wer mich jetzt beim Anziehen sieht, bekommt sicher einen Lachkrampf. Es kommt dir schon blöd vor, dass du dir mit 31 Jahren keine Socken allein überstreifen kannst."
Flug vergessen. Mit dem Rücken hatte Stefan immer wieder Probleme: "Es zwickte und zwackte schon des Öfteren, aber nach kurzer Zeit war alles wieder okay." Deshalb dachte der Draustädter auch, er könne am Freitag zu den nächsten Turnieren in die USA fliegen: "Das kann ich jetzt wohl vergessen." Auch weil nur fest steht, dass es sich um keinen Bandscheibenvorfall handelt. Sorgen um seine Karriere macht sich Stefan - noch - nicht: "Ganz aufhören ist sicher kein Thema. Wobei - verschreien soll man nichts." So bleibt ihm nichts anderes übrig als sich im Liegen oder Stehen den Auftritt der Kollegen im Fernsehen anzuschauen.















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