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Zuletzt aktualisiert: 04.03.2008 um 13:38 Uhr

Jungstars sägen am Thron von Roger Federer

Erstrunden-Aus für den Schweizer in Dubai. Zuletzt passierte Federer das vor vier Jahren.

Roger Federer muss aufpassen

Foto © APARoger Federer muss aufpassen

Roger Federer steckte die unverhoffte Pleite weg wie ein Gentleman des Weißen Sports. Kein böses Wort rutschte dem gestrauchelten Tennis-Giganten nach der Niederlage gegen Andy Murray heraus, keine unflätige Geste entgleiste ihm in Richtung des Briten, der ihn schon in der ersten Partie aus dem Millionen-Turnier in Dubai katapultiert hatte. Doch das mit 7:6(6),3:6,4:6 besiegelte frühe Aus wie zuletzt vor vier Jahren nagte an seinem Selbstverständnis mehr, als es der Anschein auszudrücken vermochte.

Katastrophale Vorhand. "Es war keine schlechte Partie. Das war aber auch schon das einzig Positive", sagte der Weltranglisten-Erste und fand eine einfache Erklärung für die Niederlage: "Meine Vorhand war katastrophal, und ohne Vorhand konnte ich ihn nicht schlagen." Die treffende Analyse freilich verhinderte nicht, dass sich die Mutmaßungen zu der Frage nach dem nahenden Ende der Erfolgs-Ära des Schweizer Tennis-Königs bündelten. Nach dem schlechten Saisonstart des Branchenprimus haben die Youngster Oberwasser bekommen und sägen unverhohlen am Thron des schon als allzeit bester Tennisspieler gepriesenen Eidgenossen.

Kein Lieblingsgegner. So wie Spaßvogel Novak Djokovic aus Serbien, der im Halbfinale der Australian Open keinen Spaß verstand und den Titelverteidiger jäh ausbremste. Konnte Federer damals noch auf Krankheit und Verletzung im Vorfeld verweisen, fehlte ihm in Dubai eine derartige Erklärung. Zudem gilt Murray nicht als Federers Lieblingsgegner. Schon einmal hatte der Schotte in Cincinnati 2006 gegen ihn verloren und nur den ersten Vergleich 2005 in Bangkok gewonnen. "Immer wenn ich gegen Roger spiele, kann ich mich steigern", sagte der Weltranglisten-11., der zum Kreis der Herausforderer zählt. Wie Djokovic und Rafael Nadal, der in Dubai gegen den Deutschen Philipp Kohlschreiber startete. Federer als Nummer eins ablösen kann der Spanier diese Woche aber noch nicht.


Fakten

Im Mai 2007 hat sich Roger Federer sich von Trainer Tony Roche getrennt.

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