Die letzte Chance fürs WM-Ticket
Der Staatsmeistertitel ist ihm sicher. Aber Andreas Rapatz denkt nur an das WM-Limit.

Foto © GEPAAndreas Rapatz (links)
Er spürt seine Füße wieder. Eigentlich kein schlechtes Zeichen für einen Leichtathleten. Andreas Rapatz, 21-jähriger Kärntner mit internationalen Ambitionen, hat in Anbetracht der jüngsten Limit-Verfehlungen sein Training umgestellt. Statt leichtem Joggen während der Wettkampfphase, gab's diese Woche eine härtere Einheit. Und jetzt spürt er eben seine Füße wieder. "Das dürfte das richtige Rezept gewesen sein", sagt Rapatz, der nun bei den Staatsmeistschaften seine letzte Chance Anfang März zur WM nach Valencia (Spanien) zu fahren wahrnehmen möchte.
Kein Tempomacher. Gold ist ihm über die 800m sicher, aber der Völkermarkter denkt nur an die Erbringung des Limits. "Ich weiß, dass ich es drauf habe, das haben die Trainingszeiten gezeigt. Ich kann zwischen 1:57,50 und 1:58,00 laufen. Das Limit liegt bei 1:58,50." Allerdings ist bei den Staatsmeisterschaften kein Tempomacher am Start. "Mit ihm kann man die ersten zwei Runden ohne zu denken laufen, ohne musst du vom ersten Schritt weg konzentriert sein." Hilfe von der rot-weiß-roten Konkurrenz darf er sich keine erwarten. "Da läuft keiner unter 1:50,00." Und wie im Vorjahr auf Nachsicht des Verbandes, der ihn trotz Verfehlen des Limits mit zur EM nahm auch nicht. "Ich würde es nicht annehmen. Ohne Limit habe ich bei der WM nicht verloren."
Features
Daten & Fakten
LA-Staatsmeisterschaften, Samstag und Sonntag im Wiener Ferry Dusika-Stadion
Die Kärntner Gold-Hoffnungen: Betina German (KLC/400m, 200m), Martin Gratzer (TLC Feldkirchen/Kugelstoßen), Andreas Rapatz (VST Laas/800m)
Kärntner mit Medaillenchancen: Lisa Holzfeind (TLC Feldkirchen/60m, 200m), Christian Pirmann (LAC Klagenfurt/Kugelstoßen), Günther Gasper (LAC/Hochsprung), Julian Kellerer (VST Laas/Weitsprung)














