Doping-Anzeige: "Wir wehren uns mit allen Mitteln"
Der Medien-Hatz gegen drei österreichische Biathleten folgt jetzt eine Klage. Im Mittelpunkt steht ein Wiener Boulevard-Blatt.

Foto © APIn der anonymen Anzeige wurden die Vorwürfe Blutdoping und Versicherungsbetrug geäußert
Sie geht weiter, die Geschichte "Wiener Blut". Die Biathleten-Szene setzt sich nun ganz massiv zur Wehr. Sie geht einmal gegen jenen Anonymus vor, der 31 Sportler im Zuge einer Anzeige wegen Blutdopings und Versicherungsbetrugs in Verdacht brachte. Die drei österreichischen Biathleten leiteten am Mittwoch die ersten rechtlichen Schritte ein. Vorerst gegen die Tageszeitung "Österreich", die die Namen auf der Liste veröffentlicht hat.
"Mit allen Mitteln". Was während eines laufenden Verfahrens verboten ist. "Wir wollen uns mit allen Mitteln wehren", bestätigte der Kärntner Daniel Mesotitsch, der ebenfalls in dem Fall verwickelt ist. "Es kann nicht sein, das wir permanent verdächtigt werden. Es muss Klarheit herrschen. Auch wenn nur Gerichte die Wahrheit ans Tageslicht bringen", so Mesotitsch. "Ich kann nur sagen: Ich habe nie in meinem Leben etwas Verbotenes getan, und mir blutet das Herz, wenn ich das alles höre."
Rechtscertretung. Vertreten werden die österreichischen Athleten vom Wiener Medienrechts-Spezialisten Gottfried Korn. "Uns geht es auch um volle Transparenz. Wir haben nichts dagegen, die Öffentlichkeit über unsere Anliegen zu informieren", sagte Mesotitsch. Der genau weiß, wie schwer es sein wird, "unser angepatztes Image wieder zu korrigieren."
Neuer Skandal?
Hand ins Feuer. Die Hand ins Feuer mag er freilich für niemanden legen. "Ich behaupte auch nicht, das unser Sport sauber ist. Man braucht nur Ergebnis-Listen analytisch anschauen, überprüfen, wer sich von Bewerb zu Bewerb plötzlich steigert, um zu wissen, dass so manches nicht stimmen kann."
Strafanzeige. Deutschlands Schiverband (DSV) hat bereits am Dienstag Strafanzeige eingebracht.
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Ins Rollen kam diese Causa durch einen Bericht der Tiroler Tageszeitung (Donnerstag-Ausgabe) sowie den freien Journalisten Gerd Millmann, an den die anonyme Anzeige per E-Mail geschickt worden ist. Millmann ermittelt seit acht Monaten in dieser Sache.
Olympia
Weitere Klagen
Susanne Pumper hat über Anwalt Christandl bereits am Samstag vergangener Woche diverse Klagen vorbereiten lassen. Auch Günther Weidlinger und Martin Pröll erklärten Samstagabend vor Gericht zu ziehen.














