ÖHB trennte sich von Männer-Teamchef Osmann
In den kommenden Wochen soll ein Nachfolger präsentiert werden.

Foto © GEPARainer Osmann
Österreichs Handball-Männer marschieren mit einem
neuen Teamchef in Richtung Heim-Europameisterschaft 2010. Der ÖHB gab am Mittwoch die einvernehmliche Trennung von Rainer Osmann bekannt,
der sieben Jahre lang die Nationalmannschaft betreut hat und mit
dieser stets an der Qualifikation für ein Großereignis scheiterte.
Die Entscheidung über die Nachfolge wird in den kommenden Wochen
fallen, derzeit wird eine Kandidatenliste erstellt.
Kein Konsens. Es konnte kein für beide Seiten zufriedenstellender Konsens gefunden werden, wie die Führung des Teams in der Vorbereitung auf die Heim-EM 2010 agieren soll, hieß es in einer Pressemitteilung des Verbandes am Mittwoch. Die Entscheidung für die Trennung fiel im Rahmen einer Präsidiumssitzung am Dienstagabend, für Osmann, der das Team siebenmal durch einer Qualifikation für eine EM oder WM geführt hat, hat es sich aber bereits vorher abgezeichnet. "Ich habe schon gespürt, dass einiges in Bewegung ist. Die Chancen gegen die Ukraine standen 50:50. Man darf die Heimniederlage gegen die Ukraine nicht unter den Tisch kehren, das war eine Angriffsfläche, das muss man nicht diskutieren, durch dieses Spiel wurde viel zerstört", sagte Osmann zur APA - Austria Presse Agentur.
Bis 2010. Österreich war im Jänner in der WM-Qualifikation nach einer Heimniederlage und einem Auswärtssieg gegen die Ukraine ausgeschieden.
Der Vertrag mit Osmann wäre noch bis Jänner 2010 gelaufen, er
bilanziert ausgeglichen, denn in seiner Ära gab es in 100 Spielen 49
Siege, 49 Niederlagen und 2 Unentschieden. Laut Thomas Czermin, dem
Vorsitzenden der technischen Kommission des ÖHB, war Osmanns
fachliche Kompetenz auch nicht ausschlaggebend für die Trennung. "Die
Vertragsbeendigung steht in keiner Weise in irgendeinem Zusammenhang
mit den Qualitäten von Rainer Osmann als Trainer. Wir haben in den
Jahren seiner Tätigkeit von seiner fachlichen Qualität profitiert und
ihn als integren Menschen sehr geschätzt."
Ein Stück Wehmut. Für Osmann ist beim Abschied "ein Stück Wehmut" dabei. "Wir hatten doch einige Ziele zwischendurch, wir waren mehrmals kurz davor in den Play-Offs. Am knappsten war es gegen die Slowakei vor zweieinhalb Jahren (EM-Quali/Anm.). Es war eine überwiegend schöne Zeit und hat sehr viel Spaß gemacht im Verband und mit den Spielern. Ich bin traurig, dass ich die Chance nicht mehr habe, zwei Jahre gezielt zu arbeiten. Aber ich muss die Entscheidung respektieren. Vielleicht ist eine andere Lösung aber auch ein Schub nach vorne, das kann auch sein." Schmutzwäsche wird nicht gewaschen, böse Worte wird man von dem Deutschen nicht hören. Nur soviel sagte er: Er selbst vermisse bei dem einen oder anderen Spieler ein wenig das "persönliche Engagement", sie müssen Opfer bringen für die nächsten zwei Jahre.













