Neues Team, in neuem Design, mit alten Zielen
In Kalifornien sind Bernd Eisel (26) und das neue High Road-Team gerade unterwegs, die Ära von T-Mobile hinter sich zu lassen.

Foto © GEPABernd Eisel
Am berühmten Highway 101, ungefähr auf halber Strecke zwischen Los Angeles und San Francisco, liegt San Luis Obispo - eine malerische 40.000-Einwohner-Stadt und Schauplatz des ersten Trainingslagers von High Road, vormals T-Mobile. Nicht zuletzt auch, da der Profi-Rennstall um Teamchef Bob Stapelton sein Hauptquartier von Bonn in den Wohnort des US-Milliardärs verlegt hat und als amerikanisches ProTour-Team registriert ist.
Teampräsentation. 29 Herren und 13 Damen der beiden Elite-Teams sind hier bis zur offiziellen Teampräsentation, die am 15. Februar im "Cubberly Theathre" in Palo Alto in San Francisco über die Bühne geht, stationiert, um sich für den Saisonauftakt in Europa und Amerika den finalen Schliff zu verpassen.
Tagesablauf. Zeit für Sightseeing bleibt da freilich kaum, penibel strukturiert präsentiert sich der Tagesablauf: Tagwache um halb acht, nach dem Frühstück geht's für Eisel & Co. in drei individuellen Trainingsgruppen für vier bis sechs Stunden aufs Rad. Danach Massage, Teambuildings, Materialabstimmungen, Fotoshootings oder auch mal schnell ein Abstecher nach San Diego zu Positionstests im Windkanal.
Alltag. Jede Menge zu tun also. Und so verwundert es kaum, dass die Profiradler erst am Ende des Tages vor den, ganz american like, prall gefüllten Tellern erstmals so etwas wie Begeisterung zeigen. Für Bernhard "Berni" Eisel keine unbekannte Situation: "Das ist Trainingslager-Alltag. Wenn dafür die Ergebnisse während der Saison passen, ist das okay."
Ziele. Der in Klagenfurt lebende Steirer spult sein tägliches Radpensum in der so genannten "Klassiker-Gruppe" ab, denn die prestigeträchtigen Frühjahrsrennen wie Flandern-Rundfahrt oder Paris-Roubaix zählen auch heuer wieder zu den großen Zielen des 26-Jährigen. "Mit meinen Platzierungen aus dem Vorjahr konnte ich nicht zufrieden sein. Also versuch ich's, dieses Jahr doch besser zu machen." Olympia in Peking hingegen erteilt Eisel bereits definitiv eine Absage: "Das ist absolut kein Thema."
Styling. Neu gestylt ist mittlerweile auch das optische Erscheinungsbild der High Road-Equipe. Beim Saisondebüt in Australien erinnerte die Truppe in ihren schwarzen Dressen eher an einen Trauerzug als an einen Profi-Radrennstall. Mittlerweile kam, im wahrsten Sinne des Wortes, Licht ins Dunkel. Weiße Trikots mit knalliger Schrift kleiden nun das Team - wohl schon hier unter Kaliforniens Sonne kein Nachteil. Und auch das Auge erfreut's.













