Eisel darf auf Giro-Ticket hoffen
Bernhard Eisel und sein Team High Road haben noch immer eine Chance auf einen Startplatz beim Giro d'Italia 2008. Astana wohl eher weniger.

Foto © GEPABernhard Eisel, hier noch im T-Mobile-Trikot
Das US-amerikanische Radsport-Team High Road darf hoffen, doch noch für den Giro d'Italia zugelassen zu werden. "Wir haben 21 Einladungen ausgesprochen. Ein Platz ist noch frei. Er wird an das Team gehen, das sportliche Qualität und Einhaltung der ethischen Regeln garantiert", erklärte Giro-Direktor Angelo Zomegnan am Dienstag. High Road war ebenso nicht zur 91. Auflage der Italien-Rundfahrt eingeladen worden wie das kasachische Team Astana. Mit Bernhard Eisel bzw. Rene Haselbacher sind bei beiden Rennställen Österreicher beschäftigt. Die Nicht-Einladung durch die Organisatoren begründete sich offenbar durch die Doping-Vergangenheit der Teams.
Abwarten. Zomegnan will nun vor allem den T-Mobile-Nachfolger High Road sehr genau beobachten. "In der Vergangenheit gab es einige Dopingfälle. Wir wissen, dass sich das Management verändert hat, aber wir wollen abwarten", erklärte der Giro-Direktor, die am 10. Mai in Palermo beginnt. Einen Verdacht gegenüber einzelnen Fahrern äußerte Zomegnan nicht: "Wir nennen keine Namen." Anders sei die Situation bei Astana. Das Team um den spanischen Tour-Sieger Alberto Contador, der sich auch 2008 auf die Frankreich-Rundfahrt konzentrieren wird, dürfte kaum Chancen auf den verbleibenden Startplatz haben. "Astana hat dem Radsport im letzten Jahr viel Schaden zugefügt", erinnerte Zomegnan an drei spektakuläre Doping-Fälle - allen voran Alexander Winokurow.
Kampfansage. Allerdings hat sich auch bei den Kasachen das Management geändert. Nun führt Johan Bruyneel die Geschäfte. "Die Giro-Direktoren haben die Freiheit, zu wählen. Das bedauern wir. Aber wir werden beweisen, dass wir noch immer unseren Platz in allen großen Radrennen verdienen", versprach der Belgier - eine Kampfansage für die ersten größeren Rennen der Saison im Frühjahr.













