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    Zuletzt aktualisiert: 26.01.2008 um 18:38 Uhr

    Auch Olympiasieger werden seekrank

    Roman Hagara/Hans-Peter Steinacher verbringen 150 Tage pro Jahr auf dem Wasser. Sie bezeichnen sich als Besessene des Segelsports.

    Ein echtes Erfolgsduo: Roman Hagara und Hans-Peter Steinacher

    Foto © GEPAEin echtes Erfolgsduo: Roman Hagara und Hans-Peter Steinacher

    Doppel-Olympiasieger, Weltmeister, Europameister und dazu noch Siege bei den wichtigsten Tornado-Bewerben der Welt. Sind Sie noch immer gleich motiviert?
    ROMAN HAGARA: Die Erfolge sind die größte Motivation für mich. Dazu ist das Leben auf dem Meer total lässig. Der größte Anreiz ist aber die dritte Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking.
    HANS-PETER STEINACHER: Wir sind Besessene des Segelsports. Ehrgeiz allein reicht nicht mehr, du lebst den Sport. Selbst in der Nacht denkst du nur an ihn, ordnest den Rest deines Lebens dem Segeln unter.

    Der Erfolg treibt sie an. Setzt man sich da nicht irgendwann einmal zu großem Druck aus?
    HAGARA: Dem muss ich zum Teil zustimmen, denn ich will selbst bei einer Pimperlregatta nicht verlieren. Mein Ziel war es, bei Olympia alle zehn Wettfahrten gewinnen. Nach den Spielen in Sydney hab´ ich diesen Traum aufgegeben.
    STEINACHER: Uns kleine Ziele zu setzen, war noch nie unser Ding. Doch je älter wir werden, desto mehr beginnen wir zu selektieren, wo wir fahren. Jetzt macht es uns auch bei Olympia nichts mehr aus, wenn wir die erste Wettfahrt auf Rang 15 beenden. Viel wichtiger ist es, die Serie konstant zu bestreiten.

    Sie haben Beide Ehefrauen und Kinder. Akzeptieren die das noch immer ohne Murren?
    HAGARA: Ich bin seit 35 Jahren Segler. Meine Frau Sabine hat mich so kennen gelernt. Auch mein 14-jähriger Sohn Philipp lebt voll mit. Da die Sabine Fotografin ist, ist die ganze Familie oft bei den Bewerben dabei.
    STEINACHER: Auch wenn ich erst seit 25 Jahren die Meere befahre, gilt dasselbe wie beim Roman. Mein Frau Christiane lernte mich als Sportler kennen, dem Stefan (12 Jahre) und die Marlene (10) sind ebenfalls begeisterte Sportler.
    HAGARA/STEINACHER: Im Gegensatz zu vielen anderen funktionieren unsere Beziehungen sehr gut. Ein Grund ist - wir sind 25 bis 30 Wochen pro Jahr nicht zu Hause, erleben keinen Alltag.

    Das heißt, sie sind mehr mit ihren Booten zusammen als mit den Familien?
    HAGARA: Rund 150 Tage pro Jahr verbringen wir auf den Tornados. In einer Olympia-Saison kommen wir auf 200 Bootstage. Das heißt, acht Stunden auf dem, Wasser arbeiten. 60 Tage gehen für die Reisen auf.
    STEINACHER: Und auch wenn wir zu Hause sind, sind wir nicht zu Hause. Da gilt an den Booten zu arbeiten, in der Kraftkammer zu trainieren. Die suchen wir aber nur auf, wenn wir in den Tagen davor nur bei leichtem Wind gefahren sind. War er stark, können wir uns die Kraftkammer sparen.

    Bei so vielen Tagen auf dem Wasser, werden auch Olympiasieger seekrank?
    HAGARA (lacht): Nein, mich hat es noch nie erwischt.
    STEINACHER (verzieht das Gesicht): Oh ja, wenn wir nur so segeln, gab es schon Zeiten, wo ich grün im Gesicht war. Das legt sich aber sofort, wenn wir ein Rennen bestreiten.

    Bei Bewerben steigt bei allen Sportlern der Puls. Auf welche Höhen bringt es ihrer?
    HAGARA: Bei leichtem und mittlerem Wind pendelt meiner zwischen 120 und 150. Wenn es spannend wird zwischen 170 und 180 Schläge pro Minute.
    STEINACHER: Auf 120 komme ich selten herunter. 140 bis 150 ist für mich normal. Im Stress klettert er schon auf 190. Daher müssen wir auch auf dem Wasser das Herunterfahren trainieren. Da auf einem Boot nichts vorhersehbar ist, kommt es immer zu sehr spannenden Situationen.

    Um die zu meistern, heißt es einen kühlen Kopf bewahren. Gibt es einen "Trainer" dafür?
    HAGARA: Günther Amesberger ist seit 1995 unser Sportpsychologe. Er war bei allen Großveranstaltungen dabei, betreut uns auch jetzt in der Olympia-Qualifikation bei der WM vor Neuseeland. Dort gilt es einen von vier noch zu vergebenen Startplätzen für Peking zu ergattern.
    STEINACHER: Wir arbeiten extrem viel im Biofeedbackbereich. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf dem Hautleitwert, der Körpertemperatur, der Bauchatmung zur Erholung, der Brustatmung bei Stress und dem Puls. Zwei Mal pro Tag wird 30 Minuten gearbeitet. Am Abend sorgen Entspannungseinheiten für einen gesunden, ruhigen Schlaf.

    INTERVIEW: JOSCHI KOPP

    Roman Hagara

    • Geboren: 30. Aprill 1966 in Wien
    • Familie: Sabine König (Lebenspartnerin), Sohn Philipp (14 Jahre)
    • Position auf dem Boot: Steuermann

    Hans-Peter Steinacher

    • Geboren: am 9. September 1968, Zell am See
    • Familie: Christian (Ehefrau), Stefan (12), Marlene (10)
    • Position auf dem Boot: Vorschoter

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