"Es sollten doch ganz normale Kinder werden"
Nach Peyton Manning vor einem Jahr mit Indianapolis gewann am Sonntag Bruder Eli Manning mit New York die Super Bowl XLII.

Foto © APVater Archie Manning mit den Söhnen Eli und Peyton
Talent wurde ihm zumindest bescheinigt, auch manch besondere Qualitäten sollte er doch haben. Aber guten Leistungen folgten mit einer beeindruckenden Regelmäßigkeit fürchterliche Einbrüche. Elisha Nelson Manning (27) musste in der Nationale Football League (NFL) ein ähnliches Image ertragen, wie Ralf Schumacher in der Formel 1. Wie der kleine "Schumi" am großen Michael gemessen wurde, stand Eli Manning stets im Schatten seines großen Bruders Peyton Williams Manning (32) und schleppte den verheißungsvollen Namen nur mit sich herum.
Unrühmliche Unterschiede.
Peyton gewann 2007 mit den Indianapolis Colts die Super Bowl XLI, wurde zum Most Valuable Player (MVP) gewählt und mit dem 99,2-Millionen-Dollar-Vertrag in Indianapolis zum der höchstbezahlten Spieler der NFL-Geschichte. Da führte Brüderchen Eli bloß die Statistiken in so unbeliebten Kategorien wie "Interceptions" (Ballverluste) an.
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Kommt alles anders.
Das hat sich am Sonntag grundlegend geändert. Während Peyton heuer schon frühzeitig mit den Colts ausgeschieden ist, "erhob sich Eli aus der Mittelmäßigkeit", wie "US Today" befand. Manning führte die New York Giants heuer erneut in die Playoffs, in denen er aber zuvor immer gleich in Runde eins ausgeschieden war ("unter Druck bricht er zusammen", urteilte die Branche). Aber er führte heuer die Riesen zu drei phänomenalen Auswärtssiegen gegen die Tampa Bay Buccaneers, gegen die Dallas Cowboys und auch im NFC-Championship-Game gegen die Green Bay Packers.
Geburt eines Helden.
Und am "Super Sunday", 35 Sekunden vor dem Ende der Super Bowl XLII warf Eli Manning den entscheidenden Touchdown-Pass zu Plaxico Burress. Er ließ sich in dieser druckvollen Phase nicht beirren, selbst als drei Verteidiger der New England Patriots an seinem Trikot zerrten. Das Weichei mutierte innerhalb eines großen Spiels, während eines sehenswerten Drives zum Sporthelden der USA.
"Aber sie wurden doch normal erzogen".
Mit 18 gewonnen Saisonpartien waren die Patriots aus Boston der große Favorit, standen Tom Brady und Co vor dem 19. Sieg und vor der "perfect season". Die Patriots verpatzten die Chance ungeschlagen Champion zu werden. Was zuvor nur den Miami Dolphins 1972 geglückt war.
Wie Bruder Peyton wurde Eli Manning am Sonntag auch noch zum MVP gewählt. Und Vater Archie, selbst einst Quarterback bei den Saints in New Orleans, konnte es natürlich kaum fassen. "Ich kann es wirklich nicht glauben. Wir haben die beiden doch ganz normal erzogen . . ."
Features
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Fakten
New England Patriots - New York Giants
Endstand: 14:17 (3:0, 0:7, 0:0, 14:7)
Glendale/Arizona, 73.000 Zuschauer
0:3 - 32 Yards Field Goal durch Tynes
7:3 - Ein-Yard-Lauf von Maroney
7:10 - Fünf-Yards-Pass von Manning auf Tyree
14:10 - Sechs-Yards-Pass von Brady auf Moss
14:17 - 13-Yards-Pass von Manning auf Burress
Fotoserie
Super Bowl
Die Super Bowl ist das Finale der National Football League und wird jeden ersten Sonntag im Februar ausgespielt. Es ist weltweit eines der größten Einzel-
sportereignisse.
Der Sieger gewinnt die Vince-Lombardi-Trophy. Sie ist nach Vince Lombardi benannt, dem Trainer der Green Bay Packers, die 1967 als erste Mannschaft den Super Bowl gewann.
Foto

Enttäuschter Tom Brady Foto © AP
2007
2007 schlugen die Indianapolis Colts die Chicago Bears mit 29:17. Peyton Manning wurde zum MVP gewählt.












