Rokita bei Mehrkampf-EM knapp an WM-Quali vorbei
Tirolerin Rokita landete auf Rang 15. Pichler zeigte sich über 1.500 m stark und erreichte Platz 17. Der Titel ging an die konstante Wüst und unerreichten Kramer.

Foto © GEPAAnna Rokita
Die Tirolerin Anna Rokita hat am
Sonntag ihr angestrebtes Ziel bei den Mehrkampf-Europameisterschaften
der Eisschnellläufer in Kolomna mit Rang 15 knapp verfehlt. Die Top
14 lösten Quotenplätze für die für 9./10. Februar angesetzte
Mehrkampf-WM in Berlin, die Innsbruckerin verpasste dieses Vorhaben
um 293/100 Punkte. Ausschlaggebend war der nur 16. Platz der
21-Jährigen über 1.500 m.
Kleine Hoffnung.
In 2:03,31 Minuten lief Rokita aber doch auf ihrem gewohnten
Niveau, hat auch noch eine kleine Hoffnung auf ein WM-Ticket. Als
Erste der Warteliste muss die ÖESV-Athletin auf den Wegfall einer
qualifizierten Athletin aus welchem Grund auch immer hoffen.
EM-Titel.
Im abschließenden 5.000-m-Rennen holte sich die niederländische
3.000-m-Olympiasiegerin Ireen Wüst ihren ersten EM-Titel bzw. den
sechsten für ihr Land. Ihre Landsfrau Paulin van Deutekom fixierte
vor der tschechischen Titelverteidigerin und Weltmeisterin Martina
Sablikova einen "Oranje"-Doppelsieg. Wüst hatte die 1.500 m für sich
entschieden, war über 3.000 und 5.000 m Zweite und über 500 m Vierte
geworden.
"Traumleistung".
Eine ausgezeichnete Leistung bot Christian Pichler. Der Kärntner
belegte über 1.500 m Rang 13, wobei er in 1:49,10 Minuten seinen am
9. November auf der Hochgeschwindigkeitsbahn von Salt Lake City
aufgestellten österreichischen Rekord nur um 53/100 Sekunden
verpasste. "Eine Traumleistung", meinte dazu ÖESV-Sportkoordinator
Marek Stanuch. Mit Gesamtrang 17 hat Pichler seinem Verband damit für
2009 im EM-Herrenbewerb zwei Startplätze beschert.
Kunststück.
Der Titel bei den Herren ging überlegen mit mehr als einem Punkt
Vorsprung an den Niederländer Sven Kramer. Dem Titelverteidiger
gelang das Kunststück, drei Strecken zu gewinnen. Nur über 1.500 m
gab er sich mit Rang drei zufrieden. Auf den Plätzen landeten der
Norweger Havard Bokko und der Italiener Enrico Fabris.
Foto

Wüst, van Deutekom, LeenstraFoto © APA















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