Fall von Olympiasieger Ullrich nicht verjährt
IOC-Präsident Jacques Rogge glaubt nicht, dass der Fall Ullrich verjährt ist. "Wir haben innerhalb der Acht-Jahres-Frist die Ermittlungen gegen Ullrich begonnen," so Rogge.

Foto © APJan Ullrich
Die Untersuchungen über mögliche
Doping-Verwicklungen des deutschen Radprofis Jan Ullrich zum
Zeitpunkt seines Olympiasieges 2000 in Sydney dauern laut
IOC-Präsident Jacques Rogge an. Eine Verjährung des Falles drohe
nicht, erklärte der Präsident des Internationalen Olympischen
Komitees (IOC) nun auch in einem Interview mit der "Süddeutschen
Zeitung".
Sponsoren-Rückzug. "Wir haben innerhalb der Acht-Jahres-Frist die Ermittlungen gegen
Ullrich begonnen. Eine Verjährung tritt nur ein, hätte sich der Fall
acht Jahre überhaupt nicht bewegt", sagte Rogge. Den Rückzug der
Sponsoren aus dem Radsport begrüßte der Belgier: "Das ist gar nicht
schlecht. Die Betrüger müssen wissen, dass sie ihren eigenen Sport
unterminieren."
Verdacht. Gegen den früheren Radprofi Ullrich, der alle Doping-Vorwürfe
stets zurückwies, ermittelt die Bonner Staatsanwaltschaft. Der
Tour-de-France-Sieger von 1997 steht im Verdacht, Kunde des
spanischen Doping-Arztes Eufemiano Fuentes gewesen zu sein. Bei den
Olympischen Spielen 2000 hatte Ullrich das Straßenrennen vor seinen
damaligen Telekom-Teamkollegen Alexander Winokurow und Andreas Klöden
gewonnen.













