Kurzbahn-EM brachte 7 Welt- und weitere 5 Europarekorde
Ungar Cseh und Russin Efimowa bilanzierten mit je dreimal Einzel-Gold - Rogan-Europarekord zweitbeste Herren-Leistung (Von Thomas Blaschke/APA aus Debrecen)

Foto © GepaDer Ungar Daniel Gyurta freut sich über seinen Europarekord über 200m Brust
Sieben Weltrekorde und weitere fünf Europarekorde
- mit dieser internationalen Bilanz sind am Sonntag die 11.
Kurzbahn-Schwimm-Europameisterschaften in Debrecen zu Ende gegangen.
In der letzten Final-Session markierte die 4x50-m-Kraulstaffel der
schwedischen Herren in 1:24,19 Minuten eine Weltbestzeit und die
Brust-Schwimmer Daniel Gyurta aus Ungarn in 2:05,49 über 200 m und
Julia Efimowa aus Russland in 1:04,95 über 100 m europäische
Top-Marken.
Achter Erfolg. War Efimowa für die zweitplatzierte Mirna Jukic außer Reichweite,
war es Stanislaw Donets über 100 m Rücken für den ebenso
zweitgereihten Markus Rogan. Der Ukrainer verfehlte in 50,61 den
Europarekord des Deutschen Thomas Rupprath nur um 3/100. Seinen
achten EM-Kurzbahn-Erfolg über 100 m Lagen in Folge feierte der
Slowene Peter Mankoc in 52,88, einen Favoritensieg landete auch der
Italiener Filippo Magnini über 200 m Kraul in 1:43,50.
Revanche. Außer durch den Trainingspartner Rogans gab es auch durch Alessia
Filippi einen italienischen Erfolg, die 20-Jährige schlug nach 400 m
Lagen in 4:30,46 Minuten an. Spannend verlief das Damen-Duell über 50
m Kraul, die Niederländerin Marleen Veldhuis war in 23,77 Sekunden
schließlich um 3/100 schneller als Britta Steffen und revanchierte
sich damit für die Niederlage gegen die Deutsche im Endlauf über 100
m Kraul.
Knappe Angelegenheit. Über 200 m Kraul ließ die Schwedin Josefin Lillhage in 1:53,55
Minuten die Französin Laure Manaudou um 6/10 hinter sich, mit 37/100
Vorsprung gewann Anja Carman über 200 m Rücken. Die Slowenin
benötigte 2:05,20. Schließlich gewann die Niederländerin Inge Dekker
über 100 m Delfin in 56,82 Sekunden und Milorad Cavic im
Delfinsprint. Der Serbe blieb in 23,89 nur 2/100 über dem knapp
sieben Jahre alten Europarekord des Briten Mark Foster.
Österreich zwölfter. Die Medaillenwertung ging wieder an Deutschland mit fünf Gold-,
und je sieben Silber- und Bronze-Medaillen. Auch das zweitplatzierte
Russland brachte es auf fünfmal Gold, aber "nur" viermal Silber und
dreimal Bronze. Österreich belegte mit je einmal Gold und Bronze
sowie dreimal Silber unter 19 klassierten von 39 antretenden Nationen
Platz zwölf. Die LEN-Trophy für die nach Platzierungen erfolgreichste
Nation ging ebenfalls an Deutschland.
Rekorde. Die besten Einzel-Leistungen waren der Weltrekord des Ungarn
Laszlo Cseh über 400 m Lagen in 3:59,33 Minuten und jener der Kroatin
Sanja Jovanovic über 50 m Rücken in 26,50 Sekunden. Rogans
Europarekord über 200 m Rücken in 1:49,86 reichte bei den Herren vor
der Leistung des Deutschen Thomas Rupprath über 50 m Rücken für Rang
zwei. Bei den Damen landeten die Niederländerin Marleen Velduis und
die Deutsche Britta Steffen auf den Plätzen.
Die Besten. Die erfolgreichsten Athleten waren bei den Herren Cseh mit dreimal
Einzel-Gold vor dem zweimal siegreichen Serben Milorad Cavic. Bei den
Damen stach Efimowa mit ihren drei Brust-Titeln heraus, für Manaudou
wurde die französische Hymne zweimal gespielt.














